Royale Baby-News! Prinz Harry und Herzogin Meghan erwarten erstes Kind

Royale Baby-News! Prinz Harry und Herzogin Meghan erwarten erstes Kind
+
Sie ist die Überraschung in Söders Kabinett: Marion Kiechle ist die neue Wissenschaftsministerin in Bayern.

Marion Kiechle über die Reaktion ihres Mannes

Frau von Marcel Reif: So machte mich Söder zur Ministerin

  • schließen

Sie ist die Überraschung in Söders Kabinett. Im Interview spricht Marion Kiechle über ihre ersten Stunden und die Aufgaben.

München – Aus dem Stand ins Ministeramt: Die Münchner Medizin-Professorin Marion Kiechle, 57, ist seit Mittwoch für Wissenschaft im Freistaat zuständig und die Überraschung im Kabinett Söder. Im Interview spricht sie über ihre ersten Stunden im Amt und die anstehenden Aufgaben.

Frau Kiechle, das ist Ihr zweiter Tag als Ministerin. Können Sie’s schon fassen?

Kiechle: Nein, kann ich nicht. Ich bin jetzt seit 26 Stunden im Amt und komme kaum dazu, Luft zu holen. Geben Sie mir damit noch etwas Zeit.

Markus Söder soll Sie vor 14 Tagen gefragt haben, ob Sie sich einen Wechsel in die Politik vorstellen können. Wie ernst haben Sie das genommen?

Kiechle: Sehr ernst. Ich glaube nicht, dass ein angehender Ministerpräsident jemanden einfach zum Spaß einlädt. Wir hatten ein Vier-Augen-Gespräch, in dem ich ihm ein positives Signal gegeben habe. Er versprach, nach seiner Wahl wieder auf mich zuzukommen. Am vergangenen Sonntag rief er dann an, am Dienstag sagte er endgültig zu.

Sie hatten also genug Zeit, sich das gut zu überlegen?

Kiechle: Dafür habe ich nicht lange gebraucht. Entweder fühlt man sich so einem Amt gewachsen oder nicht.

Lesen Sie zudem auch: Nach Ernennung Kanibers zur Ministerin - „Männer müssen lernen, auf das zu hören, was eine Frau sagt“

Um Ihren Mann, den Sportreporter Marcel Reif, zu zitieren: Real Madrid ruft nur einmal an.

Kiechle: So ist es. Natürlich habe ich mich auch mit ihm darüber unterhalten. Ich habe einen sehr klugen und emanzipierten Mann. Und ich bin ihm sehr dankbar, dass er meine Entscheidung mitträgt.

Lesen Sie auch:  Das sind die Minister im Kabinett von Markus Söder

Kürzlich haben Sie in dieser Zeitung noch von Ihrem Beruf geschwärmt. Wie schwer fällt es Ihnen, als Ärztin aufzuhören?

Kiechle: Natürlich fällt mir das schwer. Ich habe meinen Beruf als Ärztin und Wissenschaftlerin mit ganzem Herzen und Leidenschaft ausgeführt und bin sicher, in diesem Bereich meinen Traumjob gefunden zu haben. Aber das Ministeramt hat noch mal eine weitere Dimension. Jetzt habe ich die Möglichkeit, die Wissenschaft noch mal von ganz anderer Stelle aus voranzubringen. Und das möchte ich wahnsinnig gerne tun.

Sie als Praktikerin wissen sicher, wo politisch Nachholbedarf besteht. Was wollen Sie im neuen Amt als Erstes anpacken?

Kiechle: Ich werde mich als Erstes der Universitäts-Medizin in Bayern widmen, speziell dem Aufbau des Hochschulklinikums Augsburg. Mein Vorgänger und das ganze Ministerium haben da sehr gute Arbeit geleistet, dafür bin ich dankbar. Und ich habe nun die Ehre, das Projekt in die Endphase zu begleiten.

Vielleicht interessiert Sie auch: Marion Kiechle - Söder macht Frau von Marcel Reif zur Ministerin

Und Ihr erstes eigenes Projekt?

Kiechle: Fragen Sie mich bitte nach Ostern noch mal, ich muss mir erst einen umfassenden Überblick verschaffen.

Auch interessant: Überraschungs-Kabinett steht: Drei Minister fliegen - Superministerium für Aigner

Die Umstellung auf den Ministerial-Alltag ist gewaltig. Wie wollen Sie ein Haus voller Beamter auf Klinik-Tempo bringen?

Kiechle: Das Tempo hier ist hoch, ganz ähnlich wie in der Klinik. Hier gibt es auch Notfall-Einsätze. Meine Hauptaufgabe wird es zunächst sein, die Mitarbeiter von mir als Führungspersönlichkeit zu überzeugen, nur dann werden sie ihr Bestes geben. Auch das ist wie in der Klinik und wie in jedem anderen Unternehmen.

Ihre Berufung und Ihre Landtags-Kandidatur bringen in der Münchner CSU auch einiges durcheinander. Haben Sie Angst vor dicker Luft?

Kiechle: Von einer Kandidatur in der Münchner CSU weiß ich nichts.

Sie sind noch kein CSU-Mitglied. Liegt der Aufnahme-Antrag schon auf dem Schreibtisch?

Kiechle: Nein, aber ich werde es angehen.

Interview: Marcus Mäckler

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayern-Wahl: CSU-Größe nicht mehr im Landtag - Seehofer äußert sich vor Sitzung
Am Tag nach der Landtagswahl in Bayern sind die Machtoptionen klar. Zwischen CSU und Freien Wählern könnte es schnell zum Deal kommen. Oder haben die Grünen doch noch …
Bayern-Wahl: CSU-Größe nicht mehr im Landtag - Seehofer äußert sich vor Sitzung
CSU und SPD stürzen in Bayern ab
Die absolute Mehrheit der CSU in Bayern ist dahin. Die SPD fällt gar auf ein historisches Tief. In Berlin wird am Tag nach der Wahl über die Schlussfolgerungen aus dem …
CSU und SPD stürzen in Bayern ab
Trump erkennt Klimawandel nun doch an
Seine Meinung ändert Trump häufig. Trotzdem überrascht jetzt seine Aussage, dass er nun doch an den Klimawandel glaube. Unschlüssig ist er aber noch über dessen Ursachen.
Trump erkennt Klimawandel nun doch an
Süd- und Nordkorea sprechen über Beziehungen
Seoul (dpa) - Vertreter Süd- und Nordkoreas haben erneut über eine Verbesserung ihrer Beziehungen und einen dauerhaften Frieden gesprochen.
Süd- und Nordkorea sprechen über Beziehungen

Kommentare