BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

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Sawsan Chebli war zu Gast bei Markus Lanz im ZDF.
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Sawsan Chebli war zu Gast bei Markus Lanz im ZDF.

Im ZDF-Talk

„Markus Lanz“: Staatssekretärin Chebli nimmt Stellung zu „Rolex-Gate“ - und nennt Schuldigen

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (40, SPD) ist wegen einer Luxusuhr von Rolex in einen Shitstorm geraten. Nun war sie in die Talkshow „Lanz“ eingeladen.

Update 28. November:  Sawsan Chebli war am Dienstag zu Gast in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz, der die Politikerin zu ihrem „Rolex-Gate“ befragte. Die Staatssekretärin äußerte die Vermutung, dass die Debatte wohl „von einem AfD-Sympathisanten“ angestoßen worden sei. Sie sei schockiert gewesen, so Chebli, wie viel Rassimus und Sexismus sich in die Debatte gemischt habe. „Es war richtig schlimm“, so die 40-Jährige. 

Sawsan Chebli: Jetzt fliegt sie nach Argentinien

Update vom 26. Oktober, 16.22 Uhr: Vielleicht tut ihr etwas Abstand jetzt ganz gut: Nach dem umstrittenen Rolex-Foto Sawsan Cheblis nimmt die Berliner Staatssekretärin das Flugzeug nach Südamerika: Von 29. bis 31. Oktober wird die 40-Jährige in 12.000 Kilometer Entfernung an einer Konferenz in Argentinien teilnehmen. Das berichtet die Berliner Staatskanzlei.Bei der Städtekonferenz „Urban 20“ in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires vertritt sie Berlins Oberbürgermeister Michael Müller. Es werden Vertreter aus 20 Städten der G20-Staaten anwesend sein.

Das umstrittene Rolex-Bild

Update vom 23. Oktober, 11.50 Uhr: Nachdem Shitstorm um die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli, die wegen ihrem Rolex-Foto vor allem aus dem rechten Lager angegangen wurde, bekommt diese jetzt Unterstützung von der Grünen-Politikerin Renate Künast. Künast twitterte ein Bild der Bundestagsvorsitzenden der AfD Alice Weidel, die ebenfalls eine Rolex trägt. Sie schrieb: „Weidel trägt Rolex. Wird sie jetzt sofort entmachtet?“ 

Die User reagierten unterschiedlich auf diesen Tweet. Viele stören sich daran, dass sich die Politiker immer gegenseitig beschuldigen: „Ist das jetzt die neue Messlatte? Die von der AfD machen‘s doch auch?“ schrieb eine Nutzerin. Auch ein Verhalten wie im Kindergarten wird der Grünen-Politikerin vorgeworfen: „Macht euch nicht Mal ansatzweise besser, ist ja wie im Kindergarten. Ihr baut Mist, und sagt dann „Ja aber der hat das doch auch gemacht!". Lächerlich. Und schön, dass ihr euch jetzt in solchen Dingen an der AfD messt, aber bei den wirklich wichtigen Dingen hört ihr einfach weg.“

Künast bekam aber auch positive Reaktionen. Ein User schrieb: „Sehr guter Punkt Renate Künast. Diese schwachsinnige Rolex-Diskussion gab's schon mal vor rund 30 Jahren. Insoweit wiederholt sich der Blödsinn. Frau Sawsan Chebli sollte sich nicht beirren lassen. Und bitte nicht über jedes Stöckchen hüpfen...“

Lesen Sie auch: SPD-Politikerin Chebli wegen „Mohammed“-Tweet von Twitter gesperrt

Update 16. 40 Uhr: Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (40) hat ihren Facebook-Account wegen einer Vielzahl von Hass-Nachrichten deaktiviert. „Mein Facebook-Account hat sich zu einem Tummelplatz für Nazis und Extremisten aller Couleur entwickelt“, sagte die SPD-Politikerin am Montag der „Bild“-Zeitung. „Hunderte, manchmal waren es sogar tausende Hassbotschaften unter einem Post. Und zwar unabhängig vom Inhalt. Egal, was ich gepostet habe, es wurde mit Hass und Hetze reagiert.“

Solchen Leuten wolle sie keine Plattform mehr bieten, so Chebli. „Deshalb habe ich mich entschieden, vorerst meinen Facebook-Account zu deaktivieren. Ob und wann ich wieder online gehe, kann ich Stand heute nicht sagen.“

Chebli ist seit 2016 Berlins Bevollmächtigte beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales im rot-rot-grünen Senat. Am Wochenende war die Sozialdemokratin im Internet wegen einer Rolex-Uhr angegriffen worden.

Chebli war auf Facebook wie auch auf Twitter sehr aktiv und will ihre Äußerungen in diesen sozialen Netzwerken als privat verstanden wissen. Bei Twitter bleibt sie präsent.

SPD-Politikerin kassiert Shitstorm wegen ihrer Uhr - und verteidigt sich mit wütender Antwort

Berlin - Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (40, SPD) ist wegen einer Luxusuhr in einen Shitstorm geraten. Mit Hinweis auf ein vier Jahre altes Foto, auf dem sie eine Rolex trägt, wird ihr in den sozialen Medien Verschwendung von Steuergeldern vorgeworfen. Ein Facebook-User postete eine Fotomontage, der zur Folge die Uhr 7300 Euro kostet und schrieb dazu: „Alles was man zum Zustand der deutschen Sozialdemokratie 2018 wissen muss.“

Chebli konterte: „Wer von Euch Hatern (Hassern) hat mit 12 Geschwistern in 2 Zimmern gewohnt, auf dem Boden geschlafen&gegessen, am Wochenende Holz gehackt, weil Kohle zu teuer war? Wer musste Monate für Holzbuntstifte warten? Mir sagt keiner, was Armut ist. #Rolex“

Sawsan Chebli erhält aber auch Zuspruch

Allerdings bekommt die SPD-Politikerin auch viel Zuspruch. Zahlreiche User beurteilen die Kritik als „typisch deutschen Neid“ oder schreiben, dass bei einem Mann niemand nach der Uhr fragen würde.

Chebli, gebürtige Berlinerin, kommt aus einer palästinensischen Familie. Sie war von 2014 bis 2016 stellvertretende Pressesprecherin des Auswärtigen Amts und ist jetzt Berlins Bevollmächtigte beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales.

Verfolgen Sie alle News aus dem Bundestag in unserem Ticker. Außerdem finden Sie hier alle Informationen zur Personaldebatte in der CSU rund um Horst Seehofer und Markus Söder.

Auch unsere Kollegen von HNA.de* berichten vom Hass gegen die SPD-Politikerin Sawsan Chebli.

dpa

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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