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Markus Söder redete sich bei Markus Lanz in Rage.

Vorwürfe und Sticheleien

Journalistin attackiert Söder bei Markus Lanz: „Ich stelle Sie in eine Reihe mit Pegida“

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Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder plauderte bei Markus Lanz über seine Politik - insbesondere den Kreuz-Erlass. Doch dann wurde er scharf attackiert.

Update vom 05.09.2018 - 18.01 Uhr: In der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“ am Dienstagabend war Hinrich Lührssen von der AfD zu Gast. Als er das Parteiprogramm erklären soll, platzt dem Moderator der Kragen.

Die ursprüngliche Meldung

Der Erlass der bayerischen Staatsregierung, dass in allen bayerischen Landesbehörden ein Kreuz hängen muss, ist seit Freitag gültig. Am Abend zuvor war der Initiator des Kreuz-Erlasses - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder - in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz zu Gast. Und dort geriet er angesichts der Sticheleien des Moderators und von Journalistin Melanie Amann ganz schön in Rage. 

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Lanz provozierte Söder schon zur Begrüßung mit der Frage: „Haben Sie hier eigentlich, als sie reingekommen sind, schon überprüft, ob die Kreuze alle hängen?“ Söder war da noch gut gelaunt und konterte schlagfertig: „Wir sind ja hier in Hamburg und ich würde nie auf die Idee kommen, Hamburgern vorzuschreiben, was sie zu machen haben.“ Im Gegenzug müsse man aber auch den Bayern das Recht einräumen, „zu machen, was wir für richtig halten.“

Lanz stichelt: Söder erinnere an einen Vampir

Lanz stichelte weiter und zeigte ein Foto von Söder mit einem Kreuz in der Hand. Ob er wisse, was der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Sendung zu dem Foto gesagt habe? „Es habe ihn wahnsinnig an diese alten Vampirfilme erinnert.“ Söder nahm auch das mit Humor: Kretschmann kenne diese ganzen alten Filme eben auch noch, er nicht. Doch dann mahnte der Ministerpräsident auch: „Ich finde das ein bisschen albern.“

Markus Söder mit einem Kreuz in der Hand in der bayerischen Staatskanzlei.

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Härteren Gegenwind als von Lanz bekam Söder von Spiegel-Redakteurin Melanie Amann. Sie habe Söder früher für ein „strategisches Genie gehalten“, doch die vergangenen Monate lehrten sie eines Besseren: „Man muss es ja erstmal hinkriegen zu sagen, ich lasse überall Kreuze aufhängen und dann ist die Kirche gegen einen.“ Vor allem eines ärgert Amann: Dass Söder gesagt habe, das Kreuz sei „nicht ein religiöses Symbol“. Einen Satz, den der Ministerpräsident bestritt: Er habe gesagt, das Kreuz sei nicht NUR ein religiöses Symbol. Damit liegt Söder jedoch falsch: Das Wörtchen „nur“ fehlte in seiner damaligen Erklärung.

Amann: Das Ganze riecht nach einer Pegida-Aktion

Was dann kam, brachte Söder aber erst so richtig auf die Palme. Journalistin Amann sagte: „Das Ganze riecht so ein bisschen, wenn man es böse sagen will, nach einer Pegida-Aktion.“ Söder fiel ihr ins Wort: „Das ist eine ziemlich üble Formulierung“, ärgerte er sich. „Wenn sie die bayerischen Bischöfe und viele Gläubige in eine Reihe mit Pegida stellen, verletzen sie...“, holte er aus, doch Amann korrigierte: „Ich stelle SIE in eine Reihe mit Pegida.“ Die Journalistin wollte noch eine Erklärung nachschieben, aber Söder würgte ab: „Nein, ist nicht okay. Da muss ich Widerspruch leisten, sorry.“

Die ganze Argumentation wirke „künstlich jetzt an den Haaren herbeigezogen“, so Söder, dessen gute Laune nun verflogen war. Amann wolle nur die These stützen: „Die Bayern sind sowieso irgendwie alles seltsame Leute, die glauben sogar noch ans Kreuz.“ 

Zum Thema: Ab Freitag gilt der Kreuz-Erlass - Söder besucht den Papst

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