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Will noch keine Entwarnung geben: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht noch keine Grund, in der Corona-Krise aufzuatmen.

Ministerpräsident bleibt eisern

Corona in Bayern: Statistik macht Hoffnung - Söder erklärt, wie es weitergeht

In Deutschland erkranken immer mehr Menschen am Coronavirus. Doch die Kurve der Neuinfektionen flacht immer mehr ab. Für CSU-Chef Markus Söder ist es aber zu früh für Schlussfolgerungen.

  • Die in der Corona-Krise* getroffenen Maßnahmen zeigen erste Wirkung. Alle Infos zur aktuellen Lage in Deutschland finden Sie hier.
  • Die Zahlen der Neuinfektionen steigen weiter an - aber nicht mehr so stark wie vor einigen Tagen. 
  • Derweil rüsten sich die Kliniken für den Ansturm der Patienten.

München - Der Anstieg der Corona-Infizierten in Bayern verlangsamt sich. Zwar nimmt die Zahl der Ansteckungen insgesamt beständig zu, die Kurve der Neuinfektionen steigt aber langsamer an, wie neueste Zahlen aus dem Landesamt für Gesundheit (LGL) zeigen.

Lag der Zuwachs an neuen Fällen im Freistaat vergangene Woche noch bei 22 Prozent pro Tag, sind es in dieser Woche nur noch knapp 11 Prozent pro Tag. Die Zahl der Infektionen verdoppelt sich in Bayern derzeit alle 6,3 Tage. Damit hat sich auch die Verdoppelungsrate innerhalb der vergangenen zehn Tage halbiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gesagt, eine Lockerung sei erst möglich, wenn sich die Zahl der Neuinfizierten nur alle zehn Tage verdoppele, korrigierte sich dann auf 12-14.

Corona-Krise in Bayern: Söder will nach Ostern über weitere Maßnahmen beraten

Für Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind diese Zahlen allerdings noch kein Grund zur Entwarnung. „Die Zahl der Infektionen steigt immer noch an“, sagte Söder unserer Zeitung. Vor allem Alten- und Pflegeheime* müssten noch besser geschützt werden. „Nach Ostern beraten wir, wie es weitergeht“, kündigte Söder an.

Auch bundesweit bestätigt sich der Trend. Laut Bild lag die Steigerung der neuen Corona-Fälle in ganz Deutschland zuletzt unter 10 Prozent. Von 16. auf 17. März waren es demnach noch 53,6 Prozent.

Corona-Krise in Deutschland: Zahl der Intensivbetten auf 40.000 erhöht

Eine gute Nachricht kommt auch von den Krankenhäusern. Die deutschen Kliniken haben es geschafft, die Zahl der Intensivbetten von etwa 28.000 auf rund 40.000 zu erhöhen, sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der Rheinischen Post. Etwa 30.000 seien mit Beatmungsgeräten ausgerüstet.

Damit ist Deutschland deutlich besser mit Intensivbetten ausgerüstet als besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Staaten wie Spanien oder Italien.

Neuen Masken-Produzenten drohen wegen eines Details Strafen. Gesundheitsminister Jens Spahn macht Hoffnung auf ein schneller verfügbares Heilmittel.

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