Private Einblicke

„Dann hast du versagt“: Söder verrät klare Worte seiner Kinder - und Enttäuschung nach Laschet-Wahl

  • Luisa Billmayer
    VonLuisa Billmayer
    schließen

Markus Söder gibt sich als Klimaschützer. Der bayerische Ministerpräsident erklärte, dass es ihm wichtig sei, dass seine Kinder und Enkel einmal sagen, er habe richtig gehandelt.

München ‒ Markus Söder* (CSU*) befürchtet, der jungen Generation und vor allem seinen eigenen Kindern gegenüber zu versagen. In einem Interview mit Bunte erklärte er, dass in der Klima-Krise „schnelles Handeln dringend geboten“ sei. Auch mit seinen eigenen Kindern hat der bayerische Ministerpräsident offenbar über das Thema gesprochen: „Meine Kinder haben zu mir gesagt: ‚Papa, wenn du Verantwortung hast und nicht das tust, von dem du weißt, dass es richtig ist, dann hast du in deinem Job versagt.‘“

Markus Söder (CSU) gibt sich als Klimaschützer und Vertreter der Jugend

Dass es so kommt, will Markus Söder* verhindern. „Ich möchte, dass meine Kinder und meine Enkel später sagen: ‚Unser Dad hat das damals gar nicht so schlecht gemacht.‘ Wer nur im Gestern lebt, hat keinen Anspruch auf die Zukunft“, sagte er im Interview. Söder will dabei erkannt haben, wie wichtig Klima-Schutz für die Jugend ist. „Ich denke, für junge Menschen steht die Rettung der Welt an erster Stelle“, so Söder. Weil die Welt, wie wir sie kennen, durch den Klimawandel ihr Gesicht verliere, wolle Bayern zusammen mit Baden-Württemberg den Süden Deutschlands als Vorbild für Umwelt- und Klimaschutz positionieren.

„Dann hast du versagt“ - Dass Markus Söder sich das einmal von seinen Kindern vorwerfen lassen muss, will er verhindern.

Schon länger plädiert Markus Söder für Umwelt- und Klimaschutz. Doch weil dementsprechende Maßnahmen fehlen, erntet die CSU Kritik. So hielt der Ministerpräsident an der 10-H-Regel fest, die die Freien Wähler vor Kurzem aussetzen wollten, um Windkraft in Bayern stärker zu fördern. Die Grünen wiederum werfen Söder nicht nur deswegen Lippenbekenntnisse vor ‒ konkrete Schritte für die nahe Zukunft gebe es nicht, die Klima-Positionierung Söders sei „heuchlerisch“, rügte der Energie- und Klimaschutz-Sprecher der Landtags-Grünen, Martin Stümpfig, im Gespräch mit Merkur.de*.

Markus Söder betont seine Beliebtheit und zeigt sich weiterhin enttäuscht

An Söders Beliebtheit scheinen die Vorwürfe nichts zu ändern. In einer von Bild und dem Meinungsforschungsinstitut INSA durchgeführten Umfrage belegt der Ministerpräsident den zweiten Platz der beliebtesten Politiker:innen. Mit 52,6 Punkten liegt der CSU-Politiker knapp hinter Angela Merkel (CDU), die das Ranking mit einem Wert von 55,5 anführt. Annalena Baerbock (Grüne) hat in dieser Woche einen Rückfall von Platz acht auf Platz elf hinnehmen müsen.

Dass seine Unterstützung in der Bevölkerung groß ist, hat Markus Söder* auch im Interview mit Bunte erwähnt. So sei er immer noch enttäuscht, dass die Union Armin Laschet* und nicht ihn als Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl ausgewählt hat. „Ich hatte der CDU ein Angebot unterbreitet, für unser Land Verantwortung zu übernehmen, was an der Basis der Partei und in der Bevölkerung große Unterstützung fand. Aber der CDU-Vorstand hat dann anders entschieden.“ (lb) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare