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Markus Söder hält einen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für verkraftbar.

"Griechenland muss alle Auflagen einhalten“

Söder hält Euro-Ausstieg Griechenlands für verkraftbar

Regensburg/Passau - Für Griechenland wäre ein Euro-Ausstieg dramatisch - die anderen Euro-Länder würden es jedoch verkraften, sagt Bayerns Finanzminister Markus Söder.

Bayerns Finanzminister Markus Söder hält einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für verkraftbar. „Die anderen Euro-Länder würden es verkraften, für Griechenland dagegen wäre es dramatisch“, sagte der CSU-Politiker in einem Interview der „Mittelbayerischen Zeitung“ (Freitag). „Viele Menschen würden ihr letztes Vermögen verlieren.“ Er warnte aber davor, der neuen Regierung in Athen nachzugeben. Sonst würden auch andere Länder anfangen, vom Konsolidierungskurs abzuweichen.

Griechenland stehe vor der Pleite, sagte Söder weiter. „Athen muss endlich akzeptieren, dass diese nur abgewendet werden kann, wenn nicht nur neue Forderungen aufgestellt, sondern auch die eingegangenen Verpflichtungen erfüllt werden. Ein Sparkassenkunde kann doch auch nicht zu seiner Bank gehen und sagen, ich zahle keine Zinsen und keine Tilgung mehr, dafür will ich aber mehr Geld. So funktioniert die Währungsunion nicht.“

Söder verteidigt Schäubles Nein

Am Donnerstag war Griechenland mit seinem neuen Hilfsantrag in Berlin vorerst abgeblitzt. In der vorliegenden Form lehnt die Bundesregierung den Antrag Athens auf eine Verlängerung der Ende Februar auslaufenden Hilfen strikt ab.

Söder verteidigte in der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag) das Nein von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zum vorliegenden Antrag Griechenlands auf Verlängerung der Finanzhilfen. „Schäuble hat Recht. Griechenland muss alle Auflagen einhalten“, sagte der CSU-Politiker. „Jeder muss seine Rechnungen vollständig bezahlen, auch Athen. Die neue sozialistische Regierung versucht nur zu taktieren.“

Auch CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verteidigte Schäubles Nein. „Die griechischen Halbstarken Tsipras und Varoufakis sehen jetzt, dass auf dem europäischen Parkett nicht lockeres Auftreten, oberflächliches Gequatsche, sondern nur inhaltliche Substanz zählt. Die wurde nicht geliefert.“

dpa

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