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Umfrage-Knall für Söder: CSU-Chef fällt in Sachen Beliebtheit weit zurück

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Von: Felix Durach

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CSU-Chef Markus Söder wird im Beliebtheitsranking der deutschen Top-Politiker abgestraft. Dem 54-Jährigen könnte nach der Wahl ein böses Erwachen drohen.

München – Während die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP langsam anlaufen, muss sich die Union erstmals seit 16 Jahren Kanzlerschaft wieder auf die Rolle in der parlamentarischen Opposition vorbereiten. Der Machtkampf innerhalb der Schwesterparteien, der mit der Wahl von Armin Laschet zum Kanzlerkandidat seinen Höhepunkt gefunden hatte, dauert auch in der neuen politischen Ausgangslage weiter an.

Söder in Beliebtheitsranking abgestraft - CSU-Chef rutscht drei Plätze ab

Viele Stimmen innerhalb der Union sahen gerade diesem Machtkampf zwischen CDU und CSU, zwischen Armin Laschet und Markus Söder als Hauptursache für das historisch schlechte Wahlergebnis der Union. Während der CDU-Chef durch die Wahl abgestraft wurde, könnte dem CSU-Chef nun im Nachklang ein böses Erwachen drohen.

Das zeigt sich unter anderem an einem neuen Beliebtheitsranking der deutschen Top-Politiker, in dem Söder ordentlich an Boden verloren hat. In dem Ranking, welches das Meinungsforschungsinstitut INSA im Auftrag von bild.de angefertigt hatte, rutscht der bayerische Ministerpräsident im Vergleich zur letzten Umfrage um drei Plätze ab und somit auch aus der Top-5 heraus. Vor allem in den von der Corona-Pandemie geprägten Wintermonaten rangierte Söder über längere Zeit hinter Kanzlerin Merkel auf dem zweiten Platz.

Ampel-Effekt? Lindner und Habeck ziehen im Beliebtheitsranking an Söder vorbei

Überholt wird Söder dabei von FDP-Chef Christian Lindner, der nun auf dem dritten Platz im Ranking rangiert, und dem Grünen-Parteivorsitzendem Robert Habeck, der sich auf den vierten Rang schiebt. Linder und Habeck, die beide als potenzielle Bundesminister in einer Ampel-Koalition gehandelt werden, können eventuell den durch die Fortschritte bei der Regierungsbildung entstandenen Aufwind nutzen. Komplettiert wird die Top-5 durch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), der sich ebenfalls an Söder vorbeischieben kann.

Söder gleichauf mit Wagenkneckt - Merkel weiter unangefochten auf dem ersten Rang

Der CSU-Chef teilt sich den sechsten Platz im Ranking mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. Unangefochten an der Spitze steht weiterhin Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die zwar in wenigen Monaten in den politischen Ruhestand gehen wird, bei den Bürgerinnen und Bürger jedoch immer noch großes Ansehen genießt. Auf dem zweiten Rang folgt der Mann, der aller Voraussicht nach an Merkels Stelle ins Kanzleramt einziehen wird: Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz.

SPD, Grüne und FDP wollen sich am Donnerstagnachmittag erstmals zu Koalitionsverhandlungen für eine mögliche Ampel-Regierung treffen. Scholz hatte sich bereits in der vergangenen Woche optimistisch gezeigt, noch vor Weihnachten eine neue Bundesregierung bilden zu können. (fd)

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