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Markus Söder in London.

Bayerischer Finanzminister in London

Söder warnt Großbritannien vor hartem Brexit

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Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat bei einem London-Besuch vor einem zu harten Bruch mit Großbritannien gewarnt.

München – „Wir in Bayern haben kein Interesse an einem strafenden Brexit, sondern an einem vernünftigen Ergebnis. Wir wollen, dass der Markt offen bleibt, insbesondere für unsere Autoindustrie.“ Damit würden Arbeitsplätze auch in Bayern gesichert, vor allem bei BMW. „Das ist der Lebensnerv Bayerns.“

Söder traf unter anderem Schatzkanzler Philip Hammond. Bei seinen Gesprächen sei „einerseits spürbar gewesen, dass die Führung in Großbritannien den Brexit eigentlich nicht wollte, aber jetzt keine Alternative hat, als ihn durchzuziehen“. Wichtig sei, dass am Ende nicht die bayerischen Arbeitnehmer die Folgen „an einem unglücklichen Brexit tragen“ sollten. Auch die Rechte der in Großbritannien lebenden Bayern müssten rasch geklärt werden.

Großbritannien ist nach den USA und China das drittgrößte Exportziel bayerischer Unternehmen. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) des Gesamtvolumens von 15 Milliarden Euro waren Kraftfahrzeuge. Für die Verhandlung des EU-Austritts sind insgesamt zwei Jahre vorgesehen. Eigentlich gibt es niemanden, der diese Zeitvorgabe für realistisch hält, zumal durch die Parlamentswahl in Großbritannien bereits wichtige Zeit verstrichen ist.

Söder nahm auch an der Festveranstaltung 40 Jahre BayernLB in London teil. Einst war die Landesbank mit 300 Mitarbeitern am europäischen Finanzzentrum aktiv, mit der Neuausrichtung nach dem Skandal wurde das Personal auf 70 reduziert. „Wir machen da keine klassischen Kapitalmarktgeschäfte mehr“, betont Söder. Dafür sieht er auf die Banker eine neue Aufgabe zukommen. Söder spricht von einer „Scharnierstelle“, die bayerischen Unternehmen hilft, die in Großbritannien bleiben wollen, und britischen, die es an die Isar zieht. „Wir können da als BayernLB in eine interessante Mittlerrolle kommen.“

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