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Ministerpräsident Markus Söder wurde an der Münchner Filmhochschule mit einer Protestaktion begrüßt.

Video zeigt den Vorfall

„Leichen“-Protest: Söder wird von Studenten-Aktion überrascht - So reagiert er

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Ministerpräsident Söder wollte in München für die Digitalisierung werben - doch dann stand plötzlich wieder die Asylpolitik der CSU im Fokus. Studenten hatten einen spektakulären Protest organisiert.

Geht Söder über Leichen? Nein, tut er nicht. Zumindest nicht, wenn sie ihm symbolisch als Zeichen des Protests zu Füßen liegen. Als Studenten der Münchner Filmhochschule sich am Donnerstag mit Wasser übergossen und zu Boden warfen - als Symbol für ertrinkende Flüchtlinge im Mittelmeer - wählte der bayerische Ministerpräsident lieber einen Seiteneingang. So vermied er unangenehme Konfrontationen.

Rund 30 Studenten der HFF nutzten den Besuch Söders bei der Veranstaltung „Bayern Digital“ an ihrer Hochschule, um gegen die Asylpolitik der CSU ein Zeichen zu setzen: Sie übergossen sich mit dem Inhalt von Wasserflaschen und legten sich dann im Foyer - inmitten der Gäste - auf den Boden. „Einige trugen dabei Schwimmwesten und Rettungsdecken - symbolisch für alle gestorbenen Flüchtlinge“, schildern die Studenten in einer Pressemitteilung. Die Situation im Mittelmeer sei dramatisch: Seit Jahresbeginn ertranken fast 1500 Menschen auf ihrer Flucht von Libyens Küsten nach Europa.  „Immer mehr Schiffe ziviler Seenotrettungen werden am Auslaufen gehindert und beschlagnahmt“, kritisieren die Studenten.

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Natürlich hätten sich die Protestierenden eine Reaktion des Ministerpräsidenten auf ihre aufsehenerregende Aktion erwünscht. Doch sie wurden enttäuscht. Markus Söder wurde von einem seiner Bodyguards vorgewarnt, passierte die am Boden liegenden Studenten rasch und kommentarlos und nutzte einen Seiteneingang, um nicht mühsam über die symbolischen „Leichen“ steigen zu müssen. 

Nicht zu ignorieren war dagegen ein Protest von zehntausenden Menschen am vergangenen Wochenende in München. Unter dem Motto „Ausgehetzt“ wandten sie sich unter anderem gegen die CSU-Politiker Horst Seehofer, Markus Söder und Alexander Dobrindt, denen sie in der aktuellen Asyldebatte eine Politik der Ausgrenzung und Spaltung vorwarfen. Die CSU reagierte seinerseits drastisch und warf den Protestierenden „übelste Hetze ohne jeglichen Anstand“ vor. 

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