+
Nach der Festnahme von zehn mutmaßlichen Dschihadisten präsentierte die marokkanische Polizei Waffen, die sichergestellt wurden, der Presse in Rabat.

Erkenntnisse nach Festnahmen bei Razzien

Marokko: Dschihadisten planten Giftanschlag

Rabat - Nach der Festnahme von zehn mutmaßlichen Dschihadisten hat das marokkanische Innenministerium bekanntgegeben, dass die Gruppe "giftige und tödliche biologische Substanzen" für Anschläge einsetzen wollte.

Unter den beschlagnahmten Substanzen seien auch solche, die "das Nervensystem zerstören und den Tod herbeiführen" könnten, hieß es in der am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Die Festnahmen erfolgten am 18. Februar, der Polizeieinsatz erstreckte sich auf mehrere Städte Marokkos. Unter den Festgenommenen ist auch ein Franzose. Die Gruppe soll mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zusammengearbeitet haben. Bei den Razzien wurden Waffen, Munition und Militäruniformen sichergestellt.

Die marokkanischen Behörden meldeten in den vergangenen Wochen immer wieder Ermittlungserfolge im Kampf gegen Islamistengruppen mit engen Verbindungen zur IS-Miliz in Syrien und im Irak sowie die Festnahme mehrerer IS-Rekrutierer. Seit 2002 wurden laut offiziellen Angaben in Marokko 153 "Terrorzellen" ausgehoben, 31 davon in den vergangenen drei Jahren.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erstmals seit zweitem Weltkrieg: Tokio simuliert militärischen Angriff
Die japanische Hauptstadt Tokio hat erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg eine Evakuierungsübung für den Fall eines militärischen Angriffs abgehalten.
Erstmals seit zweitem Weltkrieg: Tokio simuliert militärischen Angriff
Trotz neuen Haftbefehls: Puigdemont in Dänemark eingetroffen
Der von Madrid abgesetzte katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont ist trotz eines drohenden Haftbefehls nach Dänemark gereist.
Trotz neuen Haftbefehls: Puigdemont in Dänemark eingetroffen
Herrmann über SPD verärgert: „Keine vernünftige Regierungsarbeit möglich“
Es ist schon jetzt die längste Regierungsbildung in der Geschichte der Bundesrepublik und auch eine sehr teure. Die SPD fällte einen staatstragenden Beschluss - die …
Herrmann über SPD verärgert: „Keine vernünftige Regierungsarbeit möglich“
Justizminister Maas plant Reform der Strafprozessordnung
Berlin (dpa) - Das Bundesjustizministerium plant einem Medienbericht zufolge eine Reform der Strafprozessordnung, um Mammutverfahren wie den NSU-Prozess in München zu …
Justizminister Maas plant Reform der Strafprozessordnung

Kommentare