Schauspieler Dieter Bellmann verstorben

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Martin Schulz im Einzelgespräch mit Sandra Maischberger.

Im Einzelgespräch

Schulz bei Maischberger: „Glaube, dass wir sehr konkret geworden sind“

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Volle Konzentration auf den Kanzlerkandidaten der SPD: Martin Schulz war am Mittwoch im Einzelgespräch bei Sandra Maischberger. Die Moderatorin versuchte, ihm konkrete Aussagen zu entlocken.

Berlin - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hält die Bezahlung von Spitzenpolitikern für in Ordnung. „Man kann von dem, was wir bekommen, in Unabhängigkeit arbeiten“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger“. Das gelte für das Kanzlergehalt und die Abgeordnetendiäten. Der SPD-Chef, der nicht im Bundestag sitzt, bekommt von seiner Partei ein Gehalt. Auf die Frage, ob er davon gut leben könne, sagte er: „Sehr“.

Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hatte 2013 im Wahlkampf moniert, viele Sparkassendirektoren würden mehr als Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verdienen. Sie kommt auf jährlich etwa 230.000 Euro. Schulz sagte, er habe Steinbrücks Kritik schon damals nicht für sehr sinnvoll gehalten. „Ich gehöre nicht zu den Leuten, die Geld oder Bezahlung zum Kriterium meines politischen Engagements gemacht haben.“

Schulz: „Bin ein passiver Autofahrer“

Zu Wochenbeginn hatte die SPD Eckpunkte ihres Wahlprogramms veröffentlicht. Leerstellen finden sich noch bei Steuern und Rente. Schulz kündigte an, hier bald konkret zu werden. Gerade bei den Steuern nehme er sich Zeit für ein seriös durchgerechnetes Angebot. Er höre doch schon den Vorwurf an die SPD: „Alles nicht stimmig, alles nicht durchgerechnet, die Wahlversprechen nicht solide finanziert.“

Schulz beklagte, der Union werde bei Steuern automatisch mehr Kompetenz zugebilligt als der SPD. So würden Steuerversprechen von CDU/CSU öffentlich weniger kritisch überprüft als Konzepte der SPD.

Martin Schulz sprach außerdem in der Talkshow über das Autofahren. Angela Merkel fuhr früher einen Golf, der SPD-Kanzlerkandidat ist mit einem Volvo S60 unterwegs. Dabei vermeidet er es, das Gaspedal durchzudrücken: „Ich bin eher ein passiver Autofahrer. Ich hasse Raserei. Ich finde das auch nicht besonders verantwortungsbewusst.“ Er sei eher ein anspruchsloser Mensch: „Ich geb' selten was aus.“ Wenn ja, dann für Bücher. Schulz war vor seiner Politikkarriere Buchhändler in seiner Heimatstadt Würselen bei Aachen.

Sandra Maischberger versuchte, Schulz auf konkrete Aussagen festzunageln, dieser wollte jedoch nichts versprechen. So fragte ihn die Moderatorin: „65 Prozent der Menschen glauben nicht daran, dass die SPD noch stärkste Kraft werden kann." Schulz antwortete: "Glaube dass wir schon sehr konkret geworden sind. Beispiel Ganztagsschulplätze, Kitaplätze - unsere Wettbewerber sind mindestens so floskelhaft, wie es uns vorgeworfen wird." In Umfragen zur Bundestagswahl verliert die SPD immer mehr an Wählergunst.

„Ich verspreche den Menschen, dass ich dafür kämpfe“

„Ist das nicht Populismus - Beispiel Kitaplätze - auf Bundesebene nicht umsetzbar?“, fragte Maischberger weiter. Schulz: „Die SPD regiert in mehreren Bundesländern. In SPD-regierten Ländern gibt es sie. Warum soll ein Bund, der über 20 Milliarden Überschuss hortet, nicht dabei helfen, die Kitaplätze kostenfrei zu machen? Ich verspreche den Menschen, dass ich dafür kämpfe." 

Dann wollte Maischberger außerdem wissen, warum die Menschen in Deutschland eine Kanzlerin abwählen sollen, die so erfolgreich ist. Martin Schulz: „Unser Land ist erfolgreich und die Menschen, die zu dem wirtschaftlichen Volumen beitragen. Wir haben einen Pflegenotstand, die Mieten explodieren, wir haben viele Menschen, die aus dem Mindestlohn rausfallen."

vf/dpa

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