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Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz wurde von NRW-SPD zum Spitzenkandidaten gewählt. Foto: Bernd Thissen

Topergebnis ohne Gegenstimme

NRW-SPD zieht mit Schulz an der Spitze in die Bundestagswahl

Wieder hat Martin Schulz mit einem Topergebnis einen Spitzenplatz in seiner Partei errungen. Jetzt ist der Bundesparteichef auch das Zugpferd seines Heimatverbands für die Eroberung des Kanzleramts.

Münster (dpa) - Mit einem Topergebnis schickt die nordrhein-westfälische SPD Bundesparteichef Martin Schulz als ihren Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf.

Bei einer Delegiertenkonferenz der NRW-SPD in Münster wurde Schulz am Samstag mit allen 410 gültigen Stimmen unangefochten auf Platz 1 der NRW-Landesliste gewählt. 5 von 415 abgegebenen Stimmen waren allerdings ungültig und nicht alle 423 Anwesenden stimmten ab. Schulz hatte keinen Gegenkandidaten. Erst vor einer Woche war er mit 100 Prozent der Stimmen zum neuen SPD-Bundesvorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt worden.

In seiner Bewerbungsrede in Münster empfahl sich der 61-Jährige vor seinem Heimatverband als Mann aus dem Volk. Mit elf Dienstjahren als ehrenamtlicher Bürgermeister von Würselen und 22 Jahren im EU-Parlament bringe er gute Voraussetzungen mit für das Amt des Bundeskanzlers, sagte Schulz. "Wenn einer europapolitische Erfahrungen hat und auf der anderen Seite kommunalpolitische, dann kann er den internationalen und den nationalen Rahmen gut erfassen."

Die NRW-SPD wählte 87 Listenplätze. Schulz strebt kein Direktmandat in einem Wahlkreis an. Für die Wahl des Bundeskanzlers ist ein Mandat im Bundestag nicht erforderlich. Dort stellt die NRW-SPD mit 52 von 193 Sozialdemokraten die größte Gruppe. In dieser Legislaturperiode sind bislang 36 SPD-Abgeordnete über die NRW-Liste in den Bundestag gekommen. Das ist der Fall, wenn einer Partei mehr Sitze zustehen als sie durch Direktmandate erworben hat oder wenn im Laufe der Legislaturperiode Nachrücker gebraucht werden.

Informationen zur Landesdelegiertenkonferenz der NRW-SPD

Biografie Martin Schulz

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