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Gerhard Schröder und Martin Schulz.

SPD-Parteitag in Berlin

Schulz wird zum Parteivorsitzenden gewählt - ohne Schröder

Berlin - Wenn Martin Schulz am Sonntag Martin Schulz offiziell zum SPD-Chef und Kandidaten ernannt wird, fehlt ein Mann: Gerhard Schröder bleibt dem Parteitag fern.

Der Altkanzler werde nicht am Parteitag an diesem Sonntag teilnehmen, weil er im Ausland auf Reisen sei, hieß es am Freitag aus Schröders Büro.

In der SPD sind sie darüber nicht unglücklich. Schulz, der neben der Kanzlerkandidatur nun auch als Nachfolger von Sigmar Gabriel den Parteivorsitz übernimmt, soll allein im Mittelpunkt stehen. Darauf hatten sich Schulz und Schröder kürzlich bei einem Treffen verständigt, wie die „Bild“-Zeitung berichtete.

Mit Schröder in der Halle wäre die Debatte um die von Schulz angekündigten Korrekturen am Hartz-IV-Reformpaket wohl mit in den Vordergrund gerückt. Schulz will bei einem Wahlsieg Agenda-„Fehler“ korrigieren und länger Arbeitslosengeld auszahlen.

Schröder hatte sich immer wieder für Gabriel als Kanzlerkandidat stark gemacht. Im vergangenen Herbst warb Schröder für eine weitere Amtszeit von Schulz an der Spitze des EU-Parlaments.

Zum Sonderparteitag der SPD in Berlin werden mehr als 3000 Gäste erwartet, darunter 500 Journalisten. Hier erfahren Sie, wofür Martin Schulz politisch steht.

dpa

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