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Die Luftangriffe auf syrisches Rebellengebiet Ost-Ghuta hielten auch Samstag an.

Appell auf Twitter

Massaker von Ost-Ghuta: Türkei nimmt internationale Gemeinschaft in die Pflicht

Die Türkei hat die internationale Gemeinschaft aufgerufen, die Luftangriffe der syrischen Regierungstruppen auf die Rebellenenklave Ost-Ghuta bei Damaskus zu stoppen.

Ankara - Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, schrieb am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Welt müsse den "Massakern" Einhalt gebieten.

Die syrische Luftwaffe griff am Samstag erneut Ost-Ghuta an, von wo aus bewaffnete islamistische Rebellen Damaskus angreifen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte starben bei den Angriffen auf Ost-Ghuta am Samstag mindestens 32 Zivilisten. Die Angaben der in Großbritannien ansässigen Beobachtungsstelle, die in Syrien über Informanten verfügt, lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen.

Moskau fordert geordneten Abzug der Rebellentruppen

Der UN-Sicherheitsrat wollte am Samstag ab 18.00 Uhr MEZ über eine Resolution abstimmen, die eine landesweite humanitäre Waffenruhe fordert. Die Beratungen des Gremiums waren auch am Freitag wegen anhaltender Einwände Russlands vertagt worden. Moskau fordert seit längerem einen geordneten Abzug der islamistischen Rebellengruppen aus Ost-Ghuta, die dies aber bisher ablehnen.

Russland und der Iran unterstützen in dem Konflikt den syrischen Staatschef Baschar al-Assad, während die Türkei die Aufständischen unterstützt. Seit Anfang 2017 setzen sich Ankara, Moskau und Teheran gemeinsam für eine politische Lösung ein. So vermittelten sie die Einrichtung von vier Deeskalationszonen, in denen regionale Waffenruhen zwischen Rebellen und Regierung gelten. Allerdings wurde die Feuerpause in der Provinz Idlib und in Ost-Ghuta nie eingehalten.

afp

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