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Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Präsident Mursi.

Menschen fordern Rücktritt

Zusammenstöße mit Demonstranten in Kairo

Kario - In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es am Freitag erneut zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen.

Vor dem Präsidentenpalast warfen die Regierungsgegner Steine auf die Sicherheitskräfte. Diese setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Vor dem Amtssitz des islamischen Präsidenten Mohammed Mursi versammelten sich etwa 6000 Demonstranten, die den Rücktritt des Staatschefs verlangten. Als Zeichen der Verachtung schlugen sie mit Schuhen auf den Boden. Tausende weitere Menschen versammelten sich auf dem zentralen Tahrir-Platz.

Mehrere tausend Menschen nahmen auch in der Hafenstadt Port Said an einem Protestmarsch teil. Eine Woche nach schweren Straßenkämpfen mit etzwa 40 Toten allein in Port Said riefen sie in Sprechchören: „Das Volk will die Republik Port Said!“

Die Opposition fordert die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit und die Änderung der Verfassung. Die Regierungsgegner beschuldigen Mursi, diese allein nach den Bedürfnissen seiner Muslimbruderschaft gestaltet zu haben. Am Donnerstag waren Vertreter der Muslimbruderschaft und der oppositionellen Nationalen Heilsfront erstmals zu Gesprächen zusammengekommen. Dabei verurteilten beide Seiten den Einsatz von Gewalt.

Demonstranten fordern Rücktritt von Ägyptens Präsident Mursi

Demonstranten fordern Rücktritt von Ägyptens Präsident Mursi

dpa

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