Bayern-Fiasko: Mathe-Klausur auf dem Prüfstand

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München – Die bundesländer-übergreifende Testklausur in Mathematik wird ein Thema im Landtag. SPD und Grüne fordern, das Kultusministerium solle über die Ergebnisse im Bildungsausschuss informieren.

Wie berichtet, hatten bayerische Abiturienten in der Mathe-Klausur, die Mitte Dezember ins sechs Bundesländern gleichzeitig geschrieben worden war, schlecht abgeschnitten. Der SPD-Schulexperte Martin Güll forderte, dass die Noten annulliert werden. „Es kann nicht sein, dass die bayerischen Abiturienten einen Nachteil haben, weil Kultusminister Spaenle unbedingt Vorreiter eines gemeinsamen Abiturs in Deutschland sein will.“ Die Vorbereitungszeit für die bayerischen Schüler sei zu kurz gewesen.

Außerdem sei es „überhaupt nicht nachvollziehbar“, dass die Schüler nicht auf die gewohnten Hilfsmittel wie Taschenrechner und Formelsammlung zurückgreifen durften. „Es geht doch darum, mathematische Prozesse zu durchschauen und nicht den Nachweis über Grundrechenfertigkeiten zu erbringen“, wunderte sich Güll. Außerdem müsse auch das gemeinsame Abitur auf den Prüfstand. Grünen-Abgeordneter Thomas Gehring forderte, die Noten des Mathe-Tests bayernweit abzufragen. Das Kultusministerium hat dies bisher nicht vor. Minister Ludwig Spaenle verteidigte das Vorgehen, das auch mit dem Philologenverband abgesprochen worden sei. Allerdings hatte der Verband auch vorgeschlagen, auf die Benotung zu verzichten. Darauf ging das Ministerium nicht ein.  

dw

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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