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Finanzminister Olaf Scholz (l.) in der Talk-Sendung von Maybrit Illner. 

Fauxpas im ZDF

Maybrit Illner passiert Fauxpas: Doch Scholz überspielt es locker

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Maybrit Illner, Moderatorin der gleichnamigen Sendung im ZDF, leistete sich am Donnerstagabend einen Versprecher in ihrem Talk-Format. Finanzminister Scholz musste reagieren - und tat das.

Berlin - Die Moderatoren einer politischen Talk-Sendung müssen oft einiges aushalten. Die Gäste zanken sich, beschimpfen sich manchmal sogar oder rufen wild durcheinander - und bei alldem müssen Sandra Maischberger, Maybrit Illner, Anne Will und Frank Plasberg die Ruhe bewahren und das Umfeld für ein möglichst interessantes Gespräch schaffen. 

Da sollte es zwar nie, kann es aber schon einmal passieren, dass einer der Moderatoren Schwierigkeiten mit der richtigen Aussprache der Namen der Gäste hat. Doch dass dies ausgerechnet beim deutschen Vize-Kanzler und Finanzminister Olaf Scholz passierte, ist durchaus unglücklich. Illner stellte dem SPD-Politiker eine Frage zur italienischen Finanzpolitik und endete mit der Floskel: „Gehen Sie da mit, Herr Schulz, äh, Scholz?“ Schnell schloss sie an: „Scholz ist der richtige Name. Mensch, der ist mir in der Kehle stecken geblieben.“ Der Angesprochene reagierte aber entspannt auf den Fauxpas, lächelte, und sagte: „Das ist alles in Ordnung, alles gute Namen.“ 

Olaf Scholz reagierte gelassen auf den Versprecher Illners. 

Thema der Sendung war am Donnerstagabend „Italiens Crashkurs - Europas neue Krise?“ Illner hatte neben dem deutschen Finanzminister Olaf Scholz auch Paul Ziemiak, Chef der Jungen Union, Sebastian Dullien, Professor für Ökonomie, die Politologin Ulrike Guérot, Giovanni Di Lorenzo, Chefredakteur der Zeit und den Gründer der Parteien AfD und LKR, Bernd Lucke, eingeladen.

Italiens Pläne sind „unverantwortlich“

Die Meinungen polarisierten an diesem Abend. Während der Chef der CDU-Nachwuchsorganisation „Europa gegen Populisten von Links und Rechts verteidigen“ will, warnt Lucke vor der neuen Regierung Italiens: Italien spielt kühl lächelnd mit dem Feuer“, befand der Wirtschaftsprofessor. Auch Sebastian Dullien bezeichnet die Pläne der neuen Regierung als „unverantwortlich“. 

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Der einzige Gast, der das südeuropäische Land und seine Politik verteidigte, war Ulrike Guérot. Deutschland müsse aufhören mit seiner Arroganz. „Davon haben die Italiener echt die Nase voll“, so die Politologin. Guérot reagierte damit vor allem auf eine Aussage Ziemiaks, der den Italienern vorwarf, deren Probleme seien „hausgemacht“. Das Angebot der Union sei, „dass wir helfen wollen“. Ebendas legte Guérot Ziemiak als Hochmut aus. 

Gegen Ende der Sendung waren sich die Gäste aber dann doch noch bei einer Sache einig: Europa bräuchte bei aller Solidarität auch die Eigenverantwortlichkeit der Länder. 

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