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Eskalation in „Illner“-Sendung: Nach Kretschmers Bitte liegen die Nerven vollkommen blank

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Von: Maximilian Kettenbach

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Im ZDF-Talk bei Maybrit Illner flogen nach der Corona-MPK die Fetzen. Sachsens Ministerpräsident geriet aus der Fassung.

Berlin - Es hätte wohl kaum jemanden verwundert, wenn Michael Kretschmer, Sachsens CDU-Ministerpräsident, einfach aufgestanden wäre und die Sendung von Maybrit Illner verlassen hätte. Dabei hatte er lediglich Marco Buschmann (FDP) als künftigen Bundesjustizminister gebeten bei „diesen rechtsextremen Telegram-Gruppen, die bösartigste Propaganda und zersetzende Dinge propagieren, etwas zu tun. Das passt nicht mit dem Prinzip unserer Meinungsfreiheit zusammen“.

Polit-Krach bei Illner im ZDF: Kretschmer und Buschmann geraten aneinander

Kretschmer wünschte sich ein vernünftiges Gespräch nach Amtsantritt. Buschmann sah das jedoch nicht als erste Dringlichkeit an. Kretschmer solle doch zuerst einmal das Geld für Impfkapazitäten nutzen, das der Bund zur Verfügung gestellt habe.„

Bei Maybrit Illner gerieten Michael Kretschmer und Marco Buschmann heftig aneinander.
Bei Maybrit Illner gerieten Michael Kretschmer und Marco Buschmann heftig aneinander. © Screenshot: ZDF

„Herr Buschmann, so können Sie mit mir nicht reden. Da kommt jemand aus Berlin und will mir sowas erzählen, da ist Schluss“, reagiert der Landeschef Sachsens aufgebracht, dessen katastrophale Impfquote bei 58 Prozent im Bundesland mit der höchsten Inzidenz in Deutschland liegt.

„Reißen Sie sich am Riemen“: Bei Illner fliegen die Fetzen

„Reißen Sie sich am Riemen“, feuert Buschmann zurück. Am Ende ist sekundenlang überhaupt nichts mehr zu verstehen, beide sind außer sich. Buschmann wirft Kretschmer vor: „Sie haben nicht alle Maßnahmen und Mittel ausgeschöpft.“ Der kontert dann etwas ruhiger: „Sie kommen jetzt und erzählen mir etwas von Geld und Impfen, ohne zu wissen, was passiert“, sagt Kretschmer. „Ich kann es nicht zulassen, dass Sie sagen ‚Nehmen Sie das Geld des Bundes und impfen‘.“

Illner muss schlichten: „Die langen Impfschlangen gibt es nicht nur in Sachsen, sondern auch in Hessen.“ Und Lauterbach hilft Kretschmer auch noch: „Wir müssen zusammenhalten. Die Maßnahmen in Sachsen wirken, das zeigen die neuen Studien.“ (mke)

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