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Huthi-Rebellen im Jemen während einer Versammlung. Saudi-Arabien will den Einfluss des Irans stoppen, der die Huthis unterstützt. Foto: Hani Al-Ansi/Archiv

Südlich von Riad

Saudi-Arabien fängt erneut Rakete aus dem Jemen ab

Die Rakete sollte Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad treffen, wurde aber in der Luft zerstört. Der Angriff durch Jemens Huthi-Rebellen könnte Vergeltungsaktionen nach sich ziehen.

Riad (dpa) - Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge erneut eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abgefangen. Das ballistische Geschoss sei südlich von Riad in der Luft zerstört worden, berichtete der saudische Oberst Turki al-Malki in einer Stellungnahme des Informationsministeriums.

Es sei aber niemand verletzt worden. Die Rakete sei demnach von den Huthi-Rebellen im Jemen abgefeuert worden. 

Ein Anführer der Aufständischen bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, Ziel sei der Al-Jamamah-Palast in Riad gewesen. "Wir hatten Informationen, dass sich dort saudische Herrscher getroffen haben", sagte Ali al-Kahum. Anwohnern in Riad zufolge war das Geräusch der Explosion in der Luft in der gesamten Stadt zu hören.

Bereits im November und Anfang Dezember hatte die saudische Luftwaffe gemeldet, Raketen abgefangen zu haben. Zu Schaden kam beide Male niemand. Als Reaktion auf die Rakete, die die Huthis im November abfeuerten, hatte das Militärbündnis eine Blockade über Jemens Flug- und Seehäfen verhängt. Dies verschärfte die verheerende humanitäre Lage in dem Land weiter.

In einem dreijährigen Bürgerkrieg im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung des Landes. Diese wird von einer saudisch geführten Militärkoalition unterstützt, die in dem Land Luftangriffe fliegt. Das sunnitische Saudi-Arabien will mit dem Einsatz den Einfluss des schiitischen Irans stoppen, der die Huthis unterstützt.

Die Bundesregierung verurteilte den Angriff "auf das Schärfste". Die Raketenangriffe auf Saudi-Arabien müssten ein Ende nehmen. Sie würden den Konflikt nur weiter verschärfen.

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