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Bei Angriffen auf der Halbinsel Sinai kamen offenbar 70 Menschen ums Leben. Erst vor wenigen Tagen explodierte eine Bombe in Kairo (Foto).

Medienbericht

Mehr als 70 Tote bei Angriffen im Sinai

Kairo - Bei Angriffen von Extremisten auf Posten der ägyptischen Armee und anschließenden Gefechten im Norden der Sinai-Halbinsel sind mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.

Bei Angriffen von Extremisten auf Posten der ägyptischen Armee und anschließenden Gefechten im Nordsinai sind mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 36 Soldaten und 38 Dschihadisten, berichtete die ägyptische Nachrichtenseite Al-Masry Al-Youm am Mittwoch. Ein Sprecher des Militärs erklärte, die heftigen Kämpfe gingen weiter.

Zu den Angriffen bekannte sich der ägyptische Ableger der sunnitischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die „Löwen des Kalifats in der Provinz Sinai“ hätten am frühen Morgen mehr als 15 Posten der ägyptischen Armee überfallen, erklärten die Extremisten in einer Internetbotschaft. Dabei seien schwere Waffen und drei Selbstmordattentäter eingesetzt worden.

Über die genaue Zahl der Opfer gab es zunächst keine Klarheit. Ein Sprecher der Armee erklärte, 10 Soldaten und 22 „Terroristen“ seien ums Leben gekommen. Das Militär setzte nach eigenen Angaben Kampfflugzeuge und -hubschrauber ein.

Radikale Gruppen greifen im Norden des Sinai seit Jahren immer wieder die ägyptische Armee an. Die arme Region ist eine Hochburg der Terrorgruppe Ansar Beit al-Makdis, die Ende des vergangenen Jahres dem IS die Treue geschworen hatte. Erst am Montag war der ägyptische Generalstaatsanwalt Hischam Barakat bei einem Bombenanschlag in Kairo getötet worden.

dpa

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