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Johanna Mikl-Leitner gibt den Posten als Österreichs Innenministerin auf.

Medienberichte

Mikl-Leitner hört als Österreichs Innenministerin auf

Wien - Die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, die sich durch ihren strikten Kurs in der Flüchtlingskrise in der EU einen Namen gemacht hat, gibt ihr Amt Medienberichten zufolge auf.

Die ÖVP-Politikerin kehre nach Niederösterreich zurück, um in dem Bundesland Stellvertreterin von Landeshauptmann Erwin Pröll zu werden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Samstag. Neuer Innenminister soll demnach ihr Parteikollege Wolfgang Sobotka werden.

Durch den Wechsel solle Mikl-Leitner zu Prölls Nachfolgerin an der Spitze der Landesregierung aufgebaut werden, schrieb APA unter Berufung auf Parteikreise. Prölls Amt übernehme sie möglicherweise nach dessen 70. Geburtstag im Dezember.

Mikl-Leitner gehörte laut APA bereits von 2003 bis 2011 der Landesregierung von Niederösterreich an. Eine offizielle Stellungnahme zu ihrem Wechsel gab es zunächst nicht. Mikl-Leitners Sprecher Hermann Muhr sagte der Nachrichtenagentur AFP, es sei kein Geheimnis, dass ihr Herz sie nach Niederösterreich ziehe.

Mikl-Leitner war 2011 Innenministerin geworden. In der aktuellen Flüchtlingskrise hatte sie wiederholt darauf gedrungen, die unkontrollierte Einreise von Flüchtlingen in die EU zu unterbinden. Im Oktober sagte sie in einem Zeitungsinterview, es habe sich gezeigt, "dass wir so rasch wie möglich an einer Festung Europa bauen müssen". Im Januar legte Österreich eine Obergrenze für die Einreise von Flüchtlingen fest und trug damit maßgeblich zur Schließung der sogenannten Balkanroute bei.

AFP

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