+
Michelle Wolf teilte beim Mediendinner reichlich gegen Donald Trump aus. Der fand das nicht so komisch.

„Wahrlich gefloppt“

Mediendinner: Trump beschwert sich über Kabarettistin - und war selbst gar nicht da

Trump blieb dem Korrespondenten-Dinner des Weißen Hauses wie schon im Vorjahr fern. Das hielt den Präsidenten allerdings nicht davon ab, von fern reichlich über den Abend zu lästern.

Washington - Auch ohne Donald Trump gibt es Streit um die Presse in Washington: Beim jährlichen Galadinner der im Weißen Haus akkreditierten Journalisten entwickelte sich nach dem Auftritt der Kabarettistin Michelle Wolf eine Kontroverse. Der Traditionsveranstaltung, zu deren Programm traditionell eine Kabarett-Einlage vergleichbar mit dem „Derblecken“ auf dem Münchner Nockherberg gehört, war Präsident Trump bereits zum zweiten Mal in Folge ferngeblieben.

Wolf sei mit ihren verbalen Rundumschlägen deutlich zu weit gegangen, meinten Kritiker. „Die sogenannte Kabarettistin ist wahrlich gefloppt“, schrieb Trump auf Twitter. „Alle sprechen darüber, dass das ganze Korrespondenten-Dinner eine große, langweilige Pleite war“, fuhr er fort. Trump selbst hatte wie im letzten Jahr eine Konkurrenzveranstaltung in Washington (Michigan) angesetzt, die auf seinem Haussender Fox News live im Fernsehen übertragen wurde und auf der er unter anderem seine übliche Medienschelte betrieb.

Wolf hatte in ihrer humorigen Rede vor allem die jüngsten Affären Trumps und seiner Regierung aufs Korn genommen, darunter seine angebliche sexuelle Beziehung zu dem Pornostar Stormy Daniels. Wolf entschuldigte sich dafür, nicht genug Witze über Regierungsmitglieder machen zu können. „Ich hatte einige Sprüche auf Lager, aber ich musste sie alle wegwerfen, weil alle gefeuert wurden“, sagte sie mit Blick auf die Personalfluktuation in Trumps Regierung.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer weist Söder Kritik zurück - und spricht über Gerüchte über seinen Rücktritt
Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Der Innenminister sieht sich als Opfer einer Kampagne. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.
Seehofer weist Söder Kritik zurück - und spricht über Gerüchte über seinen Rücktritt
Royaler Stinkefinger: Mit geheimen Botschaften setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
Noch immer sorgt das Treffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin beim Gipfel in Helsinki für Schlagzeilen. Wir berichten weiter über die Nachwehen des Gipfels im …
Royaler Stinkefinger: Mit geheimen Botschaften setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
CDU übernimmt CSU-Parteizentrale - bis die Münchner Polizei eingreift 
Die CSU ist am Mittwoch Opfer einer besonderen Art der Demonstration geworden. Aktivisten überklebten das Logo an der Zentrale mit dem CDU-Schriftzug.
CDU übernimmt CSU-Parteizentrale - bis die Münchner Polizei eingreift 
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache
Spanische Flüchtlingsretter haben vor der libyschen Küste eine tote Frau und ein totes Kleinkind in einem kaputten Schlauchboot gefunden.
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.