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Rettungsaktion im Mittelmeer.

Sieben Einsätze an einem Tag

Mehr als 1550 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Rom - Wenige Tage nach dem schweren Bootsunglück im Mittelmeer sind am Montag im Mittelmeer wieder mehr als 1500 Menschen aus Seenot gerettet worden.

Sie hätten sich an Bord von insgesamt sieben Booten vor der libyschen Küste befunden, teilte die italienische Küstenwache mit. Das von Ärzte ohne Grenzen und der maltesischen Organisation Moas betriebene Schiff "Phoenix" habe 230 Menschen an Bord von zwei Booten gerettet. Anschließend habe das Schiff 125 weitere Flüchtlinge aufgenommen, die zunächst vom irischen Marineschiff "Niamh" gerettet worden seien.

Ein Schiff der italienischen Marine rettete am Montag 77 Migranten eines weiteren Bootes, und ein Schiff der italienischen Küstenwache nahm 345 Menschen von einem größeren Flüchtlingsboot auf.

Die heikelste Rettungsaktion ereignete sich den Angaben zufolge, als eine Spezialdrohne der "Phönix" zwei überfüllte Boote entdeckte, von denen eines das andere hinter sich her zog. Die Rettung der insgesamt 775 Menschen an Bord dauerte fünf Stunden, beteiligt waren Schiffe der italienischen Marine sowie der italienischen und schwedischen Küstenwache im Rahmen der EU-Grenzschutzmission Frontex. Nach der Rettung sei eines der Flüchtlingsboote versenkt und das andere verbrannt worden, berichtete ein US-Journalist an Bord der "Phoenix" über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) aus der vergangenen Woche zufolge kamen seit Jahresbeginn bereits rund 224.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa. Mehr als 2100 weitere kamen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.

afp

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