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Wohncontainer stehen am 22.12.2014 in der Erstaufnahmeunterkunft für Asylbewerber in Deggendorf.

Umfrage in 16 Bundesländern

Mehr als 50 Prozent der Erstaufnahmeeinrichtungen sollen leer stehen

Berlin - Angesichts des Rückgangs der Flüchtlingszahlen stehen einem Zeitungsbericht zufolge bundesweit viele Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende weitgehend leer.

Derzeit seien von den bundesweit gut 348.000 Plätzen in der Erstaufnahme nur rund 157.000 Plätze belegt, berichtete die "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe) unter Berufung auf eine eigene Umfrage in allen 16 Bundesländern.

Im März kamen nach einer Aufstellung der Bundespolizei mehr als 5200 Flüchtlinge nach Deutschland. Hauptgrund für die im Vergleich zu den Vormonaten deutlich geringere Zahl ist, dass die sogenannte Balkanroute nach Grenzschließungen seit einiger Zeit weitgehend dicht ist. Über die Balkanroute kamen seit dem vergangenen Jahr von Griechenland aus hunderttausende Menschen, die meisten von ihnen hatten als Ziel Deutschland.

Ab Montag wird der umstrittene Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei umgesetzt. Die ersten 500 Flüchtlinge sollen vom griechischen Lesbos in die türkische Hafenstadt Dikili abgeschoben werden. Dem Abkommen zufolge sollen alle ab dem 20. März in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge zwangsabgeschoben werden, die kein Asyl in Griechenland beantragen oder deren Anträge abgelehnt wurden.

Zum Abkommen mit Ankara gehört auch, dass die EU für jeden zurückgeschickten Syrer einen anderen Syrer aus der Türkei auf legalem Wege aufnimmt. In Hannover sollen dabei am Montag die ersten 35 Flüchtlinge ankommen, die im niedersächsischen Friedland vorerst eine neue Bleibe finden werden.

AFP

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