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Wieder gab es Unruhen in Tschetschenien.

Unruheherd im Kaukasus

Mehrere Angriffe auf Polizisten in Tschetschenien - Politik verdächtigt IS 

Der Streit schwelt weiter. In der russischen Unruheregion Tschetschenien haben unbekannte Bewaffnete am Montag an mehreren Stellen Polizisten angegriffen.

Grosny - Vier von fünf Angreifern seien erschossen worden, teilte das Oberhaupt der Teilrepublik im Nordkaukasus, Ramsan Kadyrow, mit. Fünf Polizisten seien verletzt worden, meldete die Agentur Interfax nach diesen Angaben.

Die Angreifer hätten das islamische Opferfest stören wollen, sagte Kadyrow. Das sei ihnen aber nicht gelungen. „Die Lage in Grosny und Tschetschenien ist absolut stabil.“ Kadyrow vermutete die Hintermänner bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Der genaue Hergang war unklar. Russische Medien berichteten von bis zu vier Attacken in der Hauptstadt Grosny sowie den Ortschaften Schali und Mesker-Jurt am Montagvormittag. In einem Fall habe ein Angreifer drei Polizisten mit dem Auto überfahren, die ihn stoppen wollten. Ein Attentäter habe sich in die Luft sprengen wollen, seine Bombe habe aber nicht gezündet.

Seit den Tschetschenien-Kriegen beherrscht Kadyrow als Statthalter Moskaus die muslimisch geprägte Region mit diktatorischen Mitteln. Trotzdem gibt im Nordkaukasus immer noch einen islamistischen Untergrund. Muslime in aller Welt feiern in diesem Jahr ab Dienstag das viertägige Opferfest.

Lesen Sie auch: Heiko Maas: Russland will das weltpolitische Vakuum machtbewusst nutzen

dpa

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