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Für die Mehrheit der Deutschen ist die Gefahr der Islamisierung kein Thema.

Umfrage

Mehrheit der Deutschen hat keine Angst vor Islamisierung

Berlin - Zwei Drittel der Bundesbürger finden, dass die Gefahr einer Islamisierung Deutschlands übertrieben dargestellt wird.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts für das Magazin "Stern". 29 Prozent meinen allerdings, der Islam habe auf das Leben in diesem Land einen so großen Einfluss, dass Protestmärsche wie die Pegida-Demonstrationen in Dresden gerechtfertigt seien.

Dieser Auffassung schließen sich der Umfrage zufolge mit 71 Prozent vor allem Sympathisanten der europakritischen Partei AfD an. Forsa-Chef Manfred Güllner wertete dies als Beleg dafür, dass die Anhänger der AfD "eine Randgruppe mit klarer fremdenfeindlicher Tendenz" seien.

Nur zehn Prozent aller Deutschen würden demnach aber bei einer der kommenden Wahlen für eine Partei stimmen, die den Islam in diesem Land bekämpft. Auch hier liegt der Anteil mit 57 Prozent bei den AfD-Sympathisanten deutlich höher.

Derzeit organisiert die Bewegung Pegida regelmäßig islamfeindliche Kundgebungen in Dresden, in anderen Städten gibt es mittlerweile Ableger. Pegida steht für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Allerdings gingen in vielen Städten auch tausende Menschen gegen die Pegida-Bewegungen auf die Straßen.

Für die Umfrage befragte Forsa am 18. Dezember 1006 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger. Die Befragung fand damit vor der Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) statt, die an die Bundesbürger appelliert hatte, den Pegida-Aufrufen nicht zu folgen.

AFP

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