+
Menschen mit Migrationshintergrund sind auf dem Arbeitsmarkt weiterhin benachteiligt. Foto: Jan Woitas/Symbolbild

Bildung und Job

Menschen mit Migrationshintergrund haben weiterhin Nachteile

Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland nach wie vor stärker armutsgefährdet. Grund dafür sind laut Statistischem Bundesamt eine schlechtere Bildung und somit weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wiesbaden (dpa) - Trotz mancher Fortschritte sind Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt weiterhin benachteiligt und stärker von Armut bedroht.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gibt es vor allem bei Bildung und auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor deutliche Unterschiede.

So lag der Anteil der jungen Menschen ohne Schulabschluss bei Deutschen ohne Migrationshintergrund in den Jahren 2005 bis 2016 konstant bei etwa vier Prozent. Bei den Personen mit Migrationshintergrund ging der Anteil zwischen 2005 und 2011 von 10,6 Prozent auf 8,3 Prozent zurück. Bis 2016 stieg er wieder auf 12,1 Prozent. Das sei auf vermehrte Zuwanderung von Menschen mit geringem Bildungsstand zurückzuführen, hieß es.

Mit Blick auf Jobchancen profitierten zwar auch die Menschen mit Migrationshintergrund von der guten konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Anteil der Arbeitslosen im Alter von 15 bis 64 Jahre ging von 17,9 Prozent im Jahr 2005 deutlich zurück auf 7,1 Prozent im vergangenen Jahr. Bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund verringerte er sich dagegen von 9,8 auf 3,4 Prozent.

Auch unter den von Armut gefährdeten Menschen mit einem Arbeitsplatz ist der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund mit 13,6 Prozent gut doppelt so hoch wie der Anteil der Deutschen ohne Migrationshintergrund (6,2 Prozent).

Statistisches Bundesamt zu Integrationsindikatoren

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Söder und Aiwanger: Weniger Geld für die acht umstrittenen Sonderbeauftragten
Die bayerische Staatsregierung will bei den umstrittenen acht Sonderbeauftragten noch einmal nachbessern. Der Knackpunkt sind die Bezüge.
Söder und Aiwanger: Weniger Geld für die acht umstrittenen Sonderbeauftragten
Ringen um den Brexit-Deal: Spanien droht mit Nein
Offiziell unterstützt die EU einmütig den Brexit-Kompromiss mit Großbritannien. Doch nun kommen Drohungen aus Madrid. Und auch die bedrängte britische Regierungschefin …
Ringen um den Brexit-Deal: Spanien droht mit Nein
Israel und Polen sagen Nein zum Migrationspakt
CDU-Gesundheitsminister Spahn bekennt sich zu seinem Vorschlag, dass Deutschland den UN-Migrationspakt notfalls später unterzeichnet. Unterdessen verabschieden sich …
Israel und Polen sagen Nein zum Migrationspakt
CSU schickt Kristina Frank ins Rennen: Wird sie Münchens neue Oberbürgermeisterin? 
Die tz hatte in der Dienstagausgabe darüber spekuliert, bereits am Mittwoch soll es offiziell werden: Kristina Frank, Münchens Kommunalreferentin, wird OB-Kandidatin der …
CSU schickt Kristina Frank ins Rennen: Wird sie Münchens neue Oberbürgermeisterin? 

Kommentare