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Ein Bericht des Europarats spricht von wachsendem Menschenhandel auch in Mitgliedsstaaten. 

Expertenbericht des Europarats 

„Opfer müssen unter furchtbaren Bedingungen arbeiten“: Menschenhandel auf dem Vormarsch

Laut einem Bericht des Europarats ist „moderne Sklaverei“ unter anderem in Belgien, Großbritannien und Portugal auf dem Vormarsch

Straßburg - Der Menschenhandel mit dem Ziel, Opfer als billige Arbeitskräfte auszubeuten, breitet sich einem Expertenbericht zufolge in ganz Europa aus. Diese Form der „modernen“ Sklaverei habe zuletzt unter anderem in Belgien, Großbritannien und Portugal die sexuelle Ausbeutung als drängendstes Problem abgelöst und sei in allen untersuchten Ländern auf dem Vormarsch, heißt es in einem Bericht der Expertengruppe des Europarates gegen Menschenhandel (Greta), der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Männer werden demnach häufiger als billige Arbeiter missbraucht als Frauen. Opfer finden sich demnach in verschiedenen Branchen: in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in der Gastronomie oder der Fischerei. Die Arbeitskraft von Frauen werde eher im Verborgenen ausgenutzt, häufig in der Hausarbeit oder der Pflege, schreibt die Greta-Vorsitzende Siobhán Mullally in dem Bericht. Eine länderübergreifende Zahl der Betroffenen nennt das 83 Seiten starke Papier nicht.

Die Opfer, die oft unter furchtbaren Bedingungen arbeiten müssten, wagten vielfach nicht, sich Hilfe zu suchen, schreibt Mullally. Sie fürchteten sich vor Abschiebung oder vor der Rache von kriminellen Netzwerken. Täter könnten nur selten zur Verantwortung gezogen werden.

Die Expertengruppe Greta hat zur Aufgabe, Menschenhandel in den 47 Mitgliedsstaaten des Europarats einzudämmen. Dazu bricht die Gruppe immer wieder zu Kontrollmissionen auf. Bislang haben alle Mitgliedsländer außer Russland die Europaratskonvention zur Bekämpfung des Menschenhandels unterzeichnet.

dpa

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