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Menschen trauern in Syrien um einen Angehörigen.

Menschenrechtler

Bislang 115.206 Tote in Syrien-Konflikt

Damaskus - Im Syrien-Konflikt sind laut Aktivisten in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehr als 115.000 Menschen ums Leben gekommen. Unterdessen traf ein Team der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen in der syrischen Hauptstadt ein.

Seit Beginn des Aufstandes vor zweieinhalb Jahren sind in Syrien nach Angaben von Aktivisten mehr als 115.000 Menschen getötet worden. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter teilte am Dienstag mit, sie habe seit März 2011 insgesamt 115.206 Todesfälle dokumentiert. Etwa die Hälfte der Getöteten (58.604) seien Zivilisten. Die Organisation, die ihren Sitz in London hat, stützt sich auf Informationen und Videoaufzeichnungen, die ihr von Aktivisten in Syrien zugetragen werden.

Ein Expertenteam der Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) traf derweil am Dienstag in Damaskus ein. Ein UN-Mitarbeiter sagte, die Experten seien von Beirut aus auf dem Landweg nach Syrien gereist. Das aus 19 Inspekteuren der OPCW und 14 UN-Mitarbeitern bestehende Team habe ohne Zwischenfälle einreisen können, teilten die Vereinten Nationen in New York mit. Die syrische Regierung habe bei der Beschaffung der Visa-Dokumente und Organisation der Fahrt nach Damaskus Unterstützung geleistet. Aus Sicherheitsgründen reisen UN-Mitarbeiter derzeit nicht per Flugzeug, sondern immer im Konvoi via Libanon nach Damaskus.

Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

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Der UN-Sicherheitsrat hatte am Freitag mit der Resolution 2118 die Vernichtung der Giftgas-Arsenale des Regimes von Präsident Baschar al-Assad beschlossen. Dessen Regierung versprach Kooperation.

Die Vereinten Nationen hatten zuvor festgestellt, dass im syrischen Bürgerkrieg Giftgas eingesetzt wurde. Nach Angaben westlicher Geheimdienste feuerten die Regierungstruppen am 21. August dieses Jahres mehrere Raketen mit Sarin-Gas auf Rebellenhochburgen im Umland von Damaskus ab. Dabei sollen mehr als 1400 Menschen getötet worden sein.

Nachdem sich in den vergangenen Tagen mehrere Rebellenbrigaden von der Opposition losgesagt hatten, sucht der Generalstab der von Deserteuren gegründeten Freien Syrischen Armee (FSA) das Gespräch mit den Abtrünnigen. Generalstabschef Salim Idriss habe sich seit Sonntag in Syrien mit Kommandeuren getroffen, sagte FSA-Sprecher Luai al-Mekdad. Er fügte hinzu: „Die (islamistische) Al-Nusra-Front erkennen wir aber nicht an.“ 13 größere Brigaden mit islamistischem Hintergrund hatten zuvor erklärt, der FSA-Generalstab, der von Istanbul aus operiert, spreche genauso wenig in ihrem Namen wie die von Oppositionsgruppen gegründete Nationale Syrische Allianz.

Ursprünglich wollte auch der Vorsitzende der Allianz nach Syrien reisen. Er hält sich jedoch momentan in Istanbul auf. Aktivisten an der syrisch-türkischen Grenze sagten, derzeit sei nur der Übergang Bab al-Hawa in der Provinz Idlib geöffnet. Alle anderen Grenzübergänge seien geschlossen, weil sich auf syrischer Seite radikale Islamisten in mehreren Grenzorten breitgemacht hätten.

dpa

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