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Beate Merk setzt sich für mehr Opferschutz ein.

Merk: Missbrauch darf erst nach 30 Jahren verjähren

München - Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) dringt vehement auf eine Verlängerung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch - auf mindestens 30 Jahre.

„Wenn ein Opfer von sexuellem Missbrauch sich durchringt, seinen Peiniger anzuzeigen, und dann von der Staatsanwaltschaft die Antwort bekommt 'Tut uns leid, leider verjährt', dann stimmt etwas nicht in unserem Rechtsstaat“, erklärte Merk am Mittwoch in München. Opferschutz dürfe nicht an der Verjährung scheitern. „Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass die Opfer ihr Leben lang leiden, während die Täter in vielen Fällen bereits nach zehn Jahren vor jeder Strafverfolgung sicher sind.“

Merk betonte, dass viele Opfer erst lange Zeit nach den Taten psychisch in der Lage seien, ihre Leidensgeschichte zu offenbaren und den Täter anzuzeigen. „Scheitert die Strafverfolgung an dem Ablauf von Fristen, verhöhnen wir die Gerechtigkeit“, mahnte sie. Die Verjährungsfrist darf nach Auffassung Merks auch erst mit dem 21. und nicht schon wie bisher mit dem 18. Geburtstag des Opfers beginnen.

dpa

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