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Beate Merk.

Schon bei Kontaktaufnahme

Merk will Pädophilie im Netz härter bestrafen

München - Nach der bundesweiten Razzia gegen Pädophile fordert Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) einen besseren strafrechtlichen Schutz von Kindern vor sexuellen Attacken im Internet.

„Wir brauchen eine Strafvorschrift, nach der sich ein Erwachsener bereits dann strafbar macht, wenn er im Internet zu einem Kind zu sexuellen Zwecken Kontakt aufnimmt“, teilte Merk am Mittwoch in München mit. „Ich meine, wenn ein Erwachsener auf Sex mit Kindern aus ist, muss schon jede Kontaktaufnahme bestraft werden, die diesem kriminellen Zweck dienen soll.“ Ihr sei klar, dass sexuelle Absichten nicht immer nachweisbar seien. „Aber Nachweisschwierigkeiten dürfen uns nicht davon abhalten, ein deutliches Signal gegen solch widerwärtiges Vorgehen von Pädosexuellen zu setzen.“

Eltern sollen Kinder besser aufklären

Merk forderte, dass eine EU-Richtlinie zur Bekämpfung von sexuellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung von Kindern zügig umgesetzt wird. An die Eltern appellierte sie: „Klären Sie Ihre Kinder darüber auf, welche Gefahren im Netz auf sie lauern. (...) Stellen Sie klare Regeln für die Kommunikation und den Ungang im Internet auf.“

Bei der Razzia am 19. Februar haben Fahnder 40 Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Mehr als 40 Männern wird sexueller Missbrauch von Kindern und der Besitz kinderpornografischer Schriften vorgeworfen.

dpa

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