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Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Auftritt bei der Labor20-Konferenz.

„Das wird nicht mehr lange gut gehen“

Merkel alarmiert wegen geringer Beteiligung an Hungerhilfe 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die mangelnde Bereitschaft vieler Staaten kritisiert, sich am internationalen Kampf gegen Hunger und Not zu beteiligen.

Berlin - Merkel zeigte sich am Mittwoch in Berlin insbesondere bestürzt über die Hungersnot im Südsudan. Es seien nur zehn Länder weltweit, die 90 Prozent der UN-Hilfsfonds bestücken. „Das wird nicht mehr lange gut gehen.“ Sie betonte, es sei viel Reichtum auf der Welt versammelt. „Und dort sterben Millionen Menschen“, sagte Merkel bei einem Kongress der Gewerkschaftsgruppierung Labour 20 (L20). L20 vertritt die Arbeitnehmerinteressen in den G20-Staaten.

Merkel: Partnerschaften mit Flüchtlings-Ländern nötig

Nötig sei verstärkter Kampf gegen die Wurzeln der Fluchtbewegungen. Deutschland habe sich verpflichtet, jeden Tag 500 Flüchtlinge aufzunehmen. Politisch werde derzeit mit Hochdruck daran gearbeitet, eine Einheitsregierung in Libyen zu errichten, wo viele Flüchtlinge den afrikanischen Kontinent verlassen. Ähnlich wie mit der Türkei müsse zumindest mit einer staatlichen Institution über das Problem gesprochen werden können.

Die Flüchtlinge kämen nicht aus den ärmsten Ländern, sondern aus mittelstarken Ländern. Nötig seien Partnerschaften mit diesen Ländern und der gemeinsame Kampf gegen Schlepper.

dpa

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