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Angela Merkel beim EU-Gipfel in Valletta.

Bei EU-Gipfel

Merkel fordert klare Kante

Valletta - Beim EU-Gipfel im maltesischen Valletta hat sich Kanzlerin Merkel erneut positioniert und von den EU-Ländern eine klarere Rolle in der Welt gefordert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat als Antwort auf den neuen US-Präsidenten Donald Trump eine klare Definition der Rolle Europas in der Welt gefordert. Beim Eintreffen zum Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs auf Malta sagte Merkel am Freitag, die zukünftige Agenda Europas müsse auf dem Gipfel besprochen werden. „Europa hat sein Schicksal selbst in der Hand“, bekräftigte sie.

Die Staats- und Regierungschefs wollen in der maltesischen Hauptstadt Valletta am Nachmittag über Konsequenzen aus dem britischen EU-Austritt sprechen - ohne die britische Premierministerin Theresa May.

Flüchtlingsfrage als Kernthema

Zunächst geht es bei den Beratungen aller 28 EU-Mitglieder darum, wie der Flüchtlingszuzug über die zentrale Mittelmeerroute begrenzt werden kann. Merkel setzt dabei auf eine Stärkung der libyschen Einheitsregierung, die unter anderem beim Küstenschutz unterstützt werden soll. „Die Situation der Flüchtlinge ist dramatisch in Libyen“, sagte sie.

Deshalb müssten, ebenso wie im Abkommen mit der Türkei, die Lebensbedingungen der Migranten im Transitland verbessert und der Menschenschmuggel eingedämmt werden. Dies werde in Libyen in Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geschehen.

dpa

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