Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt mit Mund-Nasenbedeckung zur Kabinettssitzung.
+
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Weg zur Kabinettssitzung. Plant sie schärfere Maßnahmen?

Homeoffice im Fokus

Plant Merkel bereits härtere Corona-Maßnahmen? Versteckte Botschaft lässt auf konkrete Pläne schließen

Der Lockdown in Deutschland wird bis Ende Januar verlängert und verschärft. Doch drohen noch strengere Regeln? Eine versteckte Botschaft von Kanzlerin Merkel lässt diesen Rückschluss zu.

München - Der Lockdown wurde verlängert und verschärft - doch es gibt noch Steigerungspotenzial. Die Regeln könnten noch strenger werden - und dies ist womöglich sogar schon geplant. Ein Satz von Angela Merkel (CDU) lässt diese Spekulation zu.

Coronavirus: Künftig strengere Auflagen fürs Homeoffice?

Kern der Aussage sind Merkels Anmerkungen zur Homeoffice-Arbeit. Private Kontakte wurden reduziert, berufliche bislang nicht. Bei den neuen Beschränkungen inklusive Bewegungsradius für Hotspots wurden wieder nur ein Appell an Arbeitgeber, ihren Betrieb auf Homeoffice zu stellen.

Droht bald neue Lockdown-Verschärfung? Enscheidendes „noch“ in Merkel-Satz

Merkel auf der Pressekonferenz der Bundesregierung: „Wir setzen hier wirklich auf die Bereitschaft vieler, Homeoffice zu ermöglichen, wo immer es möglich ist. Zu der Umkehrung haben wir uns noch nicht entschieden, weil wir auch viele gute Beispiele dafür sehen, dass Unternehmen, Betriebe und Behörden - ich weiß das ja von uns selbst - Homeoffice breitflächig anbieten.“

Das zentrale Wort in dieser Aussage: „noch“ nicht.

Bewegungsbeschränkungen kommen nicht bei allen Ministerpräsidenten gut an

Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz steigt am 25. Januar. Wenn die Inzidenz-Zahlen bis dahin nicht rückläufig sind, könnten den Deutschen die nächsten Beschränkungen drohen - diesmal womöglich auch inklusive verpflichtender Homeoffice-Regelungen für Firmen.

Kaum vorstellbar, dass dies ohne Widerstand der Ministerpräsidenten geschieht. Winfried Kretschmann (Grüne), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, kündigte an, zunächst die kommenden Tage abwarten zu wollen, er plane nicht, die Bewegungs-Beschränkungen auf sein Land anzuwenden. Man müsse erstmal zu belastbaren Werten kommen, um dann zu entscheiden. Auf den Bewegungsradius haben die Ministerpräsidenten laut ARD „verschnupft“ reagiert.

Auch interessant

Kommentare