+
Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Kay Nietfeld

Nicht nur Unterstützung

Merkel: Deutsche Afrika-Politik muss sich verändern

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält eine Weiterentwicklung der deutschen Afrika-Politik für erforderlich. Die Entwicklungspolitik müsse sich verändern, sagte sie am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft.

"Es muss wirklich Entwicklung sein und nicht nur Unterstützung." Es gehe darum, ähnlich wie beim Marshall-Plan für Europa nach dem Zweiten Weltkrieg jetzt in Afrika wirtschaftliche Dynamik zu entfalten. "Hier sehe ich ganz Europa in der Pflicht. Im Grunde ist es eine Aufgabe der entwickelten Welt."

Auch in Deutschland müssten neue Mechanismen entwickeln werden, etwa um Afrika bessere Kreditmöglichkeiten einzuräumen, die Zusammenarbeit mit der afrikanischen Entwicklungsbank und die Kreditfähigkeit afrikanischer Unternehmen zu verbessern sowie die Zinslast zu senken. "Also hier geht es wirklich darum, große Infrastrukturprojekte in Gang zu bringen, Start-ups zu fördern, den Mittelstand voran zu bringen, damit daraus auch Arbeitsplätze entstehen.

Die Kanzlerin wird am kommenden Mittwoch den Staatspräsidenten Ghanas, Nana Akufo-Addo, in Berlin empfangen. Merkel sagte, sie sehe in Ghana zwar noch Schwierigkeiten, etwa bei guter Regierungsführung. "Aber ich finde, dass der Präsident einen sehr mutigen Weg eingeschlagen hat. Das spiegelt sich auch schon in besseren Wirtschaftsdaten wider."

Die Kooperation mit Afrika war auch ein Schwerpunkt der deutschen G20-Präsidentschaft im vergangenen Jahr.

Text Video-Podcast

Video Video-Podcast

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Hessen-Wahl: Amtliches Endergebnis soll am Freitag verkündet werden
Nach der Hessen-Wahl sollte eigentlich längst über Koalitionen verhandelt werden. Stattdessen kommen immer weitere Pannen ans Tageslicht. Der News-Blog.
Nach Hessen-Wahl: Amtliches Endergebnis soll am Freitag verkündet werden
Brexit-Chaos: "Im nationalen Interesse"- Premierministerin May verteidigt Abkommen
Die britische Premierministerin setzt sich mit ihren Brexit-Plänen im eigenen Kabinett durch. Doch nicht nur im Parlament steht Theresa May noch ein schwerer Kampf bevor.
Brexit-Chaos: "Im nationalen Interesse"- Premierministerin May verteidigt Abkommen
Erste CDU-Regionalkonferenz zur Merkel-Nachfolge: AKK redet ihrer Partei ins Gewissen
Der Kampf um die Nachfolge von Angela Merkel tobt. In Lübeck stellen sich die drei möglichen Kandidaten Kramp-Karrenbauer, Spahn und Merz den Parteimitgliedern. Alle …
Erste CDU-Regionalkonferenz zur Merkel-Nachfolge: AKK redet ihrer Partei ins Gewissen
Fall Khashoggi: USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis
Die Tötung des Journalisten Khashoggi brachte Saudi-Arabien in politische Bedrängnis - und auch der Druck auf US-Präsident Trump, Verantwortliche zu bestrafen, wuchs. …
Fall Khashoggi: USA verhängen Sanktionen gegen 17 Saudis

Kommentare