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Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Angriffe auf Aleppo stoppen.

Appell an Damaskus und Moskau

Merkel und Erdogan fordern Stopp der Angriffe auf Aleppo

Berlin/Ankara - Die "mehrfach berichteten eklatanten Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht" seien nicht mehr hinnehmbar, sollen sich die beiden Regierungschefs in einem Telefonat einig gewesen sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben die jüngste von Russland unterstützte Offensive der syrischen Armee gegen die von Rebellen kontrollierten Stadtteile Aleppos scharf kritisiert. Beide Politiker seien sich in ihrem Telefonat einig gewesen, dass die Angriffe "das Leid der Zivilbevölkerung" erheblich verschärften, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstag. Die "mehrfach berichteten eklatanten Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht" seien nicht hinnehmbar.

Merkel und Erdogan seien sich ebenfalls einig, dass Russland eine besondere Verantwortung zukomme, "um die Gewalt zu beruhigen und damit einem politischen Prozess überhaupt eine Chance zu geben". Ein Waffenstillstand sei dringlicher denn je.

Eine zwischen den USA und Russland ausgehandelte Feuerpause in Syrien war Anfang vergangener Woche von der syrischen Armee aufgekündigt worden. Seitdem starteten syrische Regierungstruppen mit militärischer Unterstützung Russlands eine Militäroffensive gegen Aleppo, um die einstige Wirtschaftsmetropole im Norden des Landes vollständig zurückzuerobern.

Luftangriffe in Syrien: Rund 100 Zivilisten sterben

US-Außenminister John Kerry drohte am Mittwoch seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow mit einem Abbruch der Syrien-Gespräche, sollten die Angriffe auf Aleppo weitergehen. Auch er rief Moskau auf, unverzüglich für ein Ende der Angriffe zu sorgen.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies die Forderung am Donnerstag zurück. Russland werde seine Luftangriffe zur Unterstützung des "Anti-Terror-Kampfs" der syrischen Truppen fortsetzen, sagte er. Gleichzeitig aber versicherte er, seine Regierung bleibe an einer Zusammenarbeit mit den USA im Syrien-Konflikt interessiert.

afp

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