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Merkel, Putin, Hollande und Poroschenko haben ein langes Telefonat geführt.

Ukraine-Krise

Merkel führt zweistündiges Telefonat mit Putin

Berlin - Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Hollande haben am Sonntag mit den Staatschefs Russlands und der Ukraine, Putin und Poroschenko, über den Ukraine-Konflikt gesprochen.

Merkel und Hollande hätten in dem mehr als zweistündigen Telefonat die "konkreten Fortschritte bei der Stabilisierung der Sicherheitslage" in der Ostukraine gewürdigt, teilte der Elysée-Palast in Paris mit. Sie hätten zudem die beim EU-Gipfel am vergangenen Freitag gestellten Forderungen bekräftigt und verlangt, dass diese bis Montag erfüllt würden.

Die Staats- und Regierungschefs der EU hatten Russland bei ihrem Gipfel am Freitag eine Frist bis Montag zur Deeskalation der Lage in der Ostukraine gesetzt. Zu den Forderungen gehörten die Freilassung der gefangen gehaltenen OSZE-Beobachter sowie weiterer Geiseln, aber auch Verhandlungen über den Friedensplan Poroschenkos.

Zudem verlangte der EU-Gipfel die Rückgabe von drei Grenzposten an die Ukraine sowie eine Einigung auf eine Kontrolle der Waffenruhe und auf eine Überwachung der ukrainisch-russischen Grenze unter Aufsicht der OSZE. Sollte Moskau die Lage bis Montag nicht entschärfen, könnten "bedeutende" Sanktionen verhängt werden, hieß es.

Die gefangen genommenen OSZE-Mitarbeiter wurden inzwischen freigelassen. Poroschenko hatte die Frist für die Waffenruhe in der Ostukraine bis Montag (21.00 Uhr MESZ) verlängert. Bereits vor dem EU-Gipfel hatte es ein Vierer-Telefonat zwischen Merkel, Hollande, Putin und Poroschenko gegeben. Nach Angaben aus Kiew soll diese Gesprächsrunde am Montag erneut stattfinden.

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Der Kreml erklärte seinerseits, Putin habe in dem Telefonat gemeinsam mit Merkel und Hollande den ukrainischen Staatschef aufgerufen, die Frist für die Waffenruhe über Montagabend hinaus zu verlängern.

AFP

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