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Kanzlerin Merkel traf sich mit Ex-Verteidgungsminister von Guttenberg.

Berät er sie im NSA-Skandal?

Merkel: Geheimtreffen mit Guttenberg

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Berlin - Kanzlerin Angela Merkel hat sich heimlich mit dem früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg getroffen. Angeblich ging es dabei um den Whistleblower Edward Snowden.

Zu Anlass und Inhalt machte das Bundespresseamt in Berlin am Dienstag auf Anfrage keine Angaben, bestätigte aber das Treffen im Kanzleramt, von dem die „Welt“ berichtet hatte. Laut dem Blatt handelte es sich um einen persönlichen Termin am Montag, von dem auch Merkels engste Mitarbeiter nichts wussten.

Die "Bild" will erfahren haben, dass es bei dem meeting unter anderem um die Spähaffäre rund um den amerikanischen Geheimdienst und die aktuelle Diskussion um einen möglichen Asylantrag für Edward Snowden in Deutschland ging. Die Kanzlerin, deren Handy ebenfalls von dem Geheimdienst abgehört worden sein soll, ist dagegen, den ehemaligen NSA-Mitarbeiter nach Deutschland zu holen. Sie befürchtet, dass das die Beziehungen zu den USA zu sehr belasten könnte. 

Prism, XKeyscore & Co. - Chronologie der NSA-Spähaffäre

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In einem Artikel für "Project Syndicate", einer internationalen Presse-Plattform, hatte sich Guttenberg kürzlich über die Abhörmaßnahmen der NSA geäußert: "Wahrscheinlich gibt es nichts Destruktiveres für freundschaftliche Beziehungen zwischen demokratischen Staaten als ein Verhalten eines Partners, das zu einem Gesichtsverlust des anderen Partners zu Hause führt“, schrieb er dort. "Immerhin war es Merkel, die versuchte, die Wogen zu glätten, als der NSA-Skandal im Sommer erstmals in Europa aufkam. Deswegen schadet ihr die angebliche Überwachung durch die USA sowohl persönlich als auch politisch." Guttenberg forderte in der Sache eine "unmissverständliche Entschuldigung" von US-Präsident Barack Obama. Erst dann könne man "die Vergangenheit hinter sich lassen und nach vorne blicken.“

Guttenberg war 2011 zurückgetreten, nachdem bekanntgeworden war, dass er seine Doktorarbeit in weiten Teilen von anderen abgeschrieben hatte. Danach zog er mit seiner Familie in die USA. Dort arbeitet er beim „Center for Strategic and International Studies“, einer angesehenen Denkfabrik mit Schwerpunkt auf die Außenpolitik der Vereinigten Staaten.

hn/dpa

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