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Die Bundeskanzerlin räumt Fehler ein: die Flüchtlingspolitik war eine „offene Flanke“-

Diskussion um Obergrenze im Wahlkampf ausgeblendet

Merkel gesteht: Flüchtlings-Streit war ein Fehler

„Offene Flanke“ bei der Bundestagswahl: Merkel führt das schlechte Abschneiden der Union auf die Uneinigkeit von CDU und CSU in der Flüchtlingskrise zurück.

Berlin (dpa) - CDU-Chefin Angela Merkel hat das schlechte Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl auch auf eine zu späte Klärung des Streits über die Flüchtlingspolitik zurückgeführt. Zu den „offenen Flanken“ im Wahlkampf habe die Uneinigkeit zwischen CDU und CSU gehört, sagte die Kanzlerin nach Sitzungen der CDU-Spitzengremien am Montag in Berlin. Wenn die Schwesterparteien sich schon vor der Wahl auf ein Regelwerk zur Migration verständigt hätten, „wäre es für das Ergebnis förderlicher gewesen“. Der Streit über den Ruf der CSU nach einer Flüchtlings-Obergrenze war im Wahlkampf ausgeklammert worden.

Bei einer Diskussion im CDU-Vorstand sei man sich einig über die große Rolle für das Wahlergebnis gewesen, dass viele Wähler noch nicht von einer gelungenen Ordnung der Migration überzeugt gewesen seien. Merkel fügte hinzu: „Es ist jetzt keine Diskussion über einzelne Personen und auch nicht über mich geführt worden.“ Die Union war auf 32,9 Prozent abgerutscht - ihr schwächstes Ergebnis seit 1949. In den eigenen Reihen gibt es deswegen Kritik auch an Merkel.

dpa

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