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Der Künstler Günter Wangerin  steht wegen eines Merkel-Plakats mit Hakenkreuz  bei einer Demonstration  gegen die Euro-Krise vor Gericht. Der Mann beruft sich auf die Künstlerfreiheit.

Bei Demo gegen Euro-Krise

Merkel mit Hakenkreuz: Künstler verurteilt

München  - Der Künstler Günter Wangerin  steht wegen eines Merkel-Plakats mit Hakenkreuz  bei einer Demonstration  gegen die Euro-Krise vor Gericht. Der Mann beruft sich auf die Künstlerfreiheit.

Im Berufungsprozess vor dem Münchner Landgericht berief er sich am Mittwoch im überfüllten Sitzungssaal auf die Kunstfreiheit. In erster Instanz war er wegen Verwendung von Kennzeichen verbotener Organisationen zu 3000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Mit einem Plakat, das Bundeskanzlerin Angela Merkel in Nazi-Uniform mit einer Hakenkreuzbinde zeigte, hatte der Mann im November 2012 in München an einer Demonstration gegen die Sparauflagen für Griechenland teilgenommen. Das Amtsgericht hatte im März in seinem Urteil erklärt, die öffentliche Verwendung des Hakenkreuzes sei verboten. Dabei komme es nicht auf die Absicht des Benutzers an.

Wangerins Verteidigerin sagte dagegen: „Man kann die Symbole zeigen und muss es sogar, wenn man sich damit auseinandersetzen will.“

dpa

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