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Günther Oettinger steht nach höchst umstrittenen Äußerungen stark in der Kritik. 

Nach Eklat bei Rede

Merkel hat „selbstverständlich“ volles Vertrauen in Oettinger

Berlin/Brüssel - Kanzlerin Angela Merkel hat trotz des Ärgers um abfällige Äußerungen Günther Oettingers volles Vertrauen in den EU-Kommissar.

Das sei „selbstverständlich“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Der ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs habe seine Bemerkungen inzwischen eingeordnet. Auf den Inhalt der Rede, in der Oettinger unter anderem Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnet hatte, ging Seibert nicht ein. Oettinger steht zudem wegen Äußerungen über Frauen, die Homo-Ehe und die belgische Region Wallonie in der Kritik.

Der CDU-Politiker war in Brüssel bisher zuständig für Digitalwirtschaft und soll EU-Haushaltskommissar werden. Dies sei ein besonders wichtiges Amt, sagte der Regierungssprecher. Mit seiner Erfahrung sei Oettinger ein „ausgezeichnet qualifizierter“ Kommissar. „Er gehört zu den dienstältesten Mitgliedern der Europäischen Kommission, zu den erfahrensten.“

Oettinger hatte seine umstrittenen Kommentare unter anderem als „saloppe Äußerung“ verteidigt. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wollte sich am Montag weiter nicht zu der Oettinger-Rede äußern. Ein Sprecher verwies nur auf die Erklärungen, die Oettinger am Wochenende in einem Interview der Zeitung „Welt“ gegeben hatte.

dpa

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