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Kanzlerin Angela Merkel: Die Zeit beim Klimaschutz drängt, gerade auch im Hinblick auf unsere Kinder und Enkel“.

Kanzlerin über künftige Herausforderungen

Merkel in Interview nachdenklich - „Ich weiß, dass ich in dem Punkt natürlich kein Vorbild bin“

In einem Interview äußert sich Angela Merkel zur Mammut-Aufgabe Klimaschutz. Dabei gibt sich die Kanzlerin auch selbstkritisch.

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Dringlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen betont. „Nach meiner festen Überzeugung ist der Klimawandel eine Menschheitsherausforderung. Wir brauchen einen nachhaltigeren Lebensstil. Und die Zeit drängt, gerade auch im Hinblick auf unsere Kinder und Enkel“, sagte die CDU-Politikerin dem Magazin „Bunte“ (Donnerstag). Das Klimaschutzpaket diene dem Ziel, in den nächsten Jahren den CO2-Ausstoß massiv zu senken und die Klimaziele bis 2030 zu erreichen.

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch das Klimaschutzprogramm für das Jahr 2030 beschließen. Darin erklärt die Regierung, was Deutschland im Kampf gegen die Erderwärmung bis zum Jahr 2030 konkret tun will.

Merkel: Beim Klimaschutz auch von der Jugend lernen

Von der Jugend könne man in Sachen Klimaschutz lernen, sagte die Kanzlerin. „Und auch, dass die Jugend einen Anspruch hat, ihre Lebensperspektive zum Maßstab zu machen“, betonte Merkel. „Ich selbst bin dadurch, dass ich einen gepanzerten Dienstwagen fahre, in dem Punkt natürlich kein Vorbild, das weiß ich.“ Privat spiele in ihrem Wochenendhaus die energetische Gebäudesanierung eine große Rolle.

Merkel erteilte zugleich der Atomkraft und der Energiegewinnung aus Kohle eine Absage. Die Kernenergie sei zwar CO2-frei, aber auch keine nachhaltige Form der Energieerzeugung. Derzeit beziehe Deutschland noch viel Strom aus Kohle und Atomkraft, auch wenn die erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle spielten. „Kurz nacheinander aus beiden Energieformen auszusteigen, ist deshalb zwar richtig, aber auch eine große Herausforderung“, sagte Merkel.

Video: Regierung streicht CO2-Ziele für 2040

Lesen Sie auch: „Friday for future“-Aktivistin Greta Thunberg sieht sich mit einer grausiger Drohung konfrontiert: Unbekannte haben eine Greta-Puppe an einer Brücke aufgehängt.

Und: In seiner TV-Show zog Dieter Nuhr Greta Thunberg und deren globale Bewegung Fridays For Future durch den Kakao. Die Reaktionen darauf fielen heftig aus. Jetzt legte er nach.

dpa

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