Tödliche Messer-Attacke in Giesing: Mann gestorben

Tödliche Messer-Attacke in Giesing: Mann gestorben
+
Merkel im Sommerinterview der ARD

Kanzlerin beim ARD-„Sommerinterview“

Merkel lässt Kanzlerkandidatur weiterhin offen

Berlin - Sie lässt sich nicht festlegen und sie wartet ab, was die nächsten Monate bringen werden: Angela Merkel lässt weiterhin offen, ob sie bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr erneut als Kanzlerkandidatin antritt. 

Sie werde „zum gegebenen Zeitpunkt“ entscheiden, sagte Merkel am Sonntagabend im ARD-„Sommerinterview“. Dies betreffe sowohl ihre erneute Kandidatur als CDU-Vorsitzende auf dem Parteitag im Dezember in Essen als auch eine Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2017. Sie habe sich bislang auch noch nicht geäußert, wann sie ihre Entscheidung mitteilen wolle, betonte Merkel.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, Merkel wolle ihre Entscheidung für eine erneute Kandidatur wohl erst im Frühjahr 2017 bekannt geben. Grund dafür sei, dass CSU-Chef Horst Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei Merkel wieder unterstütze, berichtete das Magazin unter Berufung auf CDU-Kreise.

Merkel verteidigt Flüchtlingspolitik gegen SPD-Blockadevorwurf

Die Kanzlerin hat ihre Flüchtlingspolitik gegen Blockadevorwürfe des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel verteidigt. Sie wolle sich nicht daran beteiligen, „zu sagen, wer hat wo mehr Bedenken gehabt“, sagte die CDU-Chefin im ARD-Sommerinterview. In den vergangenen Monaten sei sehr viel Geld in die Hand genommen worden, die Politik habe zudem viel getan, um die Sicherheit in Deutschland zu verbessern. „Wir haben alles gemeinsam beschlossen. Wir haben auch vieles sehr, sehr schnell beschlossen.“ Daran könne man ja „sehen, was wir alles erreicht haben“.

Nun sei es wichtig, etwa Maßnahmen für die innere Sicherheit in den nächsten Wochen wieder gemeinsam zu beschließen, sagte Merkel, die einräumte: „Ich sage deutlich: es gibt auch Weiteres zu tun.“

Gabriel hatte dem Koalitionspartner zuvor im ZDF-Sommerinterview eine Blockadehaltung bei der Integration von Flüchtlingen vorgeworfen. Es reiche nicht, wie Merkel ständig zu sagen: „Wir schaffen das.“ Merkel verteidigte ihren umstrittenen Satz erneut. Sie habe diese Worte gesagt „in Anbetracht einer erkennbaren großen Aufgabe“ und „mit der Motivation heran „wir schaffen das“ und wo uns etwas im Wege steht, da müssen wir das überwinden“. Dabei sei vieles erreicht worden, manches bleibe noch zu tun.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Asyl-Streit: Söder sieht deutsche Demokratie in Gefahr, wenn CSU sich nicht durchsetzt 
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Am Sonntag sollen bei einem Mini-Gipfel in Brüssel Lösungen gefunden werden. Alle Entwicklungen …
Asyl-Streit: Söder sieht deutsche Demokratie in Gefahr, wenn CSU sich nicht durchsetzt 
Deutschland drohen offenbar Milliarden-Zahlungen wegen Versäumnissen beim Klimaschutz
Alarmierenden neuen Berechnungen zufolge könnte Deutschland Milliarden an andere EU-Länder zahlen müssen. Der Grund: Vorgaben in der Klimapolitik werden verfehlt. 
Deutschland drohen offenbar Milliarden-Zahlungen wegen Versäumnissen beim Klimaschutz
Harte Worte: Gauland freut sich über CSU-Duktus - Söder legt bei Hayali nach
Verschiebt sich im Asyl-Streit die „Grenze des Sagbaren“? Die AfD freut sich jedenfalls über die Wortwahl der CSU. Markus Söder geht auf Nachfrage nochmals in die …
Harte Worte: Gauland freut sich über CSU-Duktus - Söder legt bei Hayali nach
Erdogans Herausforderer zieht Millionenpublikum in Izmir an
Am Sonntag wird in der Türkei gewählt, davor gehen die Kandidaten um das Präsidentenamt nochmal in den Endspurt. Erdogan-Herausforderer Ince gelingt es, ein …
Erdogans Herausforderer zieht Millionenpublikum in Izmir an

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.