Kanzlerin Angela Merkel und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, nehmen an einem Treffen während des G7-Gipfels teil
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Angela Merkel empfängt Emmanuel Macron in Berlin.

Erster Staatsempfang 2021

Merkel empfängt Macron in Berlin –Hilfsorganisation startet spektakulären Protest

  • Kai Hartwig
    VonKai Hartwig
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Dank der entspannten Corona-Lage kann Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder Staatsgäste in Berlin empfangen. Den Anfang macht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Berlin In den vergangenen Monaten musste sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorwiegend mit virtuellen Zusammentreffen zufriedengeben. Wegen der Corona-Pandemie konnte sich Deutschlands Regierungschefin mit internationalen Staatsmännern und -frauen nur via Bildschirm austauschen. Am heutigen Freitag (18. Juni) wird die Kanzlerin erstmals wieder einen Staatsgast in Berlin empfangen.

Wie Regierungssprecherin Martina Fietz am Montag mitteilte, wird dann der französische Präsident Emmanuel Macron in der Hauptstadt zu Gast sein. Geplant sei, dass Merkel und Frankreichs Staatsoberhaupt im Bundeskanzleramt gemeinsam zu Abend essen.

Da es sich beim geplanten Macron-Besuch um den ersten Empfang eines auswärtigen Gastes durch die Bundeskanzlerin im Jahr 2021 handelt, sei dieser „etwas Besonderes“, betonte Fietz. Schon Ende der vergangenen Woche hatten sich Merkel und Macron am Rande des G7-Gipfels im britischen Cornwall getroffen. Dort konnten die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder persönlich zusammenkommen.

Merkel empfängt Macron in Berlin - Deutschlan und Frankreich stimmen sich vor EU-Gipfel ab

Zu den zentralen Gesprächsthemen von Merkel und Macron am kommenden Freitag zählen nach Angaben der Regierungssprecherin europapolitische Belange. Das Treffen soll auch eine Abstimmung zwischen Deutschland und Frankreich vor dem EU-Gipfel am 24. und 25. Juni in Brüssel ermöglichen.

Ob auch über die Flüchtlingsproblematik im Mittelmeer gesprochen wird, sagte die Merkel-Sprecherin nicht. Am Tag des Treffens der Kanzlerin mit Frankreichs Staatschef demonstrierte die zivile Hilfsorganisation Sea Eye gegen die aus ihrer Sicht vollzogene „EU-Abschottungspolitik“. Zwei Tage vor dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni machten die Seenotretter darauf aufmerksam, dass immer noch hunderte Flüchtlinge bei ihrem Versuch, nach Europa zu gelangen, ihr Leben lassen.

Aus Sicht von Sea Eye stehen Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sowie Merkel und Macron in der politischen Verantwortung, weitere Flüchtlingsdramen auf offener See in Europa zu verhindern. Symbolisch wird die Hilfsorganisation deshalb am Freitagnachmittag Doppelgänger von Kurz, Merkel und Macron aus „Seenot“ retten. (kh/dpa)

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