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Bundeskanzlerin Angela Merkel will Deutschland stärker als Wirtschaftspartner im pazifischen Raum verankern und durch mehr Freihandelsabkommen vor Bedeutungsverlust schützen.

G20-Gipfel in Sydney

Merkel: Die Welt wartet nicht auf Deutschland

Sydney - Auf Auslandsreisen bekommt Merkel die wachsende Wirtschaftsmacht Chinas besonders stark zu spüren. Deutschland muss ihrer Ansicht nach dringend risikobereiter werden. Auch in Australien wirbt sie für mehr Kooperation und Freihandel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will Deutschland stärker als Wirtschaftspartner im pazifischen Raum verankern und durch mehr Freihandelsabkommen vor Bedeutungsverlust schützen. „Wir haben in der Tat hier eine große Dynamik“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem australischen Premierminister Tony Abbott am Sonntag in Sydney. „Eine Reise in diese Region zeigt einem: Die Welt wartet nicht auf (...) uns. Sie handelt, was Freihandel angeht.“ Viele asiatische Länder hätten etwa Freihandelsabkommen mit China.

Abbott und Merkel sprachen sich für eine engere Kooperation zwischen Deutschland, der Europäischen Union und Australien aus. „Wir können international in der pazifischen Region besser zusammenarbeiten“, sagte Abbott. „Wir sollten die Beziehungen noch vertiefen, es kann noch mehr getan werden“, sagte Merkel. Auch im politischen und gesellschaftlichen Bereich.

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Merkel mahnte erneut: „Wir sollten alles daran setzen, als Europäer nicht abgehängt zu werden.“ Deswegen müsse das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) erfolgreich verhandelt werden. Das solle mit einem Höchstmaß an Transparenz geschehen und mit großer Rücksicht auf die Sorgen der Bürger. „Aber wir sollten zügig und entschieden verhandeln und noch einmal bekräftigen, dass wir dieses TTIP wollen.“

Merkel hatte am Morgen in Brisbane beim G20-Gipfel mit US-Präsident Barack Obama und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sowie vier weiteren EU-Regierungschefs über das TTIP-Abkommen („Transatlantic Trade and Investment Partnership“) gesprochen. Umweltaktivisten befürchten, dass die EU bei den Verhandlungen etwa genmanipulierten Lebensmitteln und Hormonfleisch aus den USA Tür und Tor öffnet. Besonders umstritten sind auch spezielle Schiedsgerichte hauptsächlich zum Schutz von Investoren. Sie werden als eine Art unangreifbare Paralleljustiz kritisiert werden.

dpa

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