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Angela Merkel verlangt Reformen.

Inselstaat braucht 17,5 Milliarden Euro

Merkel fordert Reformen von Zypern

Limassol - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch auf Zypern Reformen des hochverschuldeten Inselstaats angemahnt.

„Die Aufgabe heißt, auf der einen Seite Reformen durchzuführen und auf der anderen Seite dann über Solidarität zu sprechen“, betonte Merkel am Freitag vor Beginn eines Treffens mit Vertretern der Europäischen Volkspartei (EVP) in der Hafenstadt Limassol. Merkel sagte, sie unterstütze die Kandidatur des konservativen zyprischen Präsidentschaftskandidaten Nikos Anastassiadis.

Zypern wählt im Februar einen neuen Präsidenten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass die Geldgeber von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) vorher eine Entscheidung über ein Hilfspaket für das kleine Euroland fällen. Merkel betonte, die Gespräche mit der Geldgeber-„Troika“ seien „noch längst nicht in dem Stadium, wo es Entscheidungen gibt“.

Zypern benötigt geschätzte 17,5 Milliarden Euro, um den Staatsbankrott zu verhindern. Hauptproblem ist der Finanzbedarf des Bankensektors, dem EU-Politiker Intransparenz vorhalten. Merkel wollte noch am Freitag wieder nach Berlin zurückkehren.

dpa

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