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Krisentreffen für Montag angekündigt

Merkel nennt Brexit-Votum  „Einschnitt für Europa“

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach der Brexit-Entscheidung Großbritanniens für einen EU-Austritt zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen.

Als Reaktion auf das Brexit-Votum kündigte Merkel ein europäisches Krisentreffen am Montag in Berlin an. Dazu habe sie EU-Ratspräsident Donald Tusk, Italiens Regierungschef Matteo Renzi und Frankreichs Präsident François Hollande eingeladen. "Die Europäische Union ist stark genug, um die richtigen Antworten auf den heutigen Tag zu geben", fügte sie hinzu. Am Dienstag und Mittwoch findet ein EU-Gipfel in Brüssel statt.

Merkel zu Brexit: "Keine schnellen und einfachen Schlüsse aus Referendum ziehen"

"Was die Folgen dieses Einschnitts in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten und Jahren genau bedeuten werden, das wird jetzt ganz entscheidend davon abhängen, ob wir - die anderen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union - uns als willens und fähig erweisen werden, in dieser Situation keine schnellen und einfachen Schlüsse aus dem Referendum in Großbritannien zu ziehen, die Europa nur weiter spalten würden", sagte Merkel.

Es komme nun darauf an, dass die EU "willens und fähig" sei, "die Lage mit Ruhe und Besonnenheit zu analysieren, zu bewerten und dann gemeinsam die richtigen Entscheidungen zu treffen", fügte Merkel hinzu. Sie betonte zudem, dass der Austritt eines EU-Landes vertraglich geregelt sei und einen langen Prozess bedeute.

Bei dem EU-Referendum am Donnerstag siegte das Lager der Befürworter eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union mit 51,9 Prozent. Merkel hatte sich für einen Verbleib der Briten in der EU ausgesprochen.

AFP/dpa

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Briten stimmen für Austritt aus der EU

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