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Kanzlerin Merkel im Wahlkampfmodus

Merkel schließt große Koalition nicht aus

Frankfurt - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt nicht an, nach der Bundestagswahl wieder mit der SPD zu regieren - ganz ausschließen will sie es aber auch nicht.

Sie sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag): „Eine große Koalition strebt nun wirklich niemand an.“ Allerdings habe sie „einmal eine große Koalition geführt, so dass ich völlig unglaubwürdig wäre, wenn ich sie ausschlösse“. Allerdings arbeiteten Union und FDP inzwischen „sehr gut zusammen, was zu Beginn der Legislaturperiode zunächst noch schwierig war“.

Die vergangenen vier Jahre waren nach Merkels Worten reich an Herausforderungen, „und alles in allem haben wir sie sehr gut miteinander bewältigt“. Derzeit liegen Schwarz-Gelb und SPD, Grüne und Linke in Umfragen gleichauf - neben einer großen Koalition wäre dann nur Schwarz-Grün möglich.

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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück rechtfertigte seine frühe Absage an eine große Koalition in der „Hamburger Morgenpost“ (Samstag) mit Wünschen aus der eigenen Partei. „Die Entscheidung entspricht der Stimmungslage in der SPD. Wir haben zwischen 2005 bis 2009 unsere Erfahrungen gemacht. Der weit überwiegende Teil der Mitglieder und der Mandatsträger will schlicht und ergreifend keine Wiederauflage“, sagte er. Obwohl die SPD ein „überzeugender Partner mit einer starken Handschrift“ gewesen sei, „sind wir 2009 mit 23 Prozent auf die Bretter gegangen (...). Das sitzt tief.“

dpa

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