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Horst Seehofer und Angela Merkel auf dem CSU-Parteitag Ende 2015.

Wer stützt die Kanzlerin?

CSU ringt um Kandidatur Merkels

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München - Besser mit Merkel? Oder lieber ohne? In der CSU hat eine lebhafte Diskussion eingesetzt. Ein klares Bekenntnis lässt noch auf sich warten.

Mit seinem Vorstoß für eine schnelle Ausrufung von Angela Merkel zur Unions-Kanzlerkandidatin sorgt Parteivize Manfred Weber für Zündstoff in der CSU. Merkel sei „unsere Kandidatin. Daran kann es keinen Zweifel geben“, sagte Weber dem „Spiegel“. „Ich würde mir wünschen, dass diese Aussage rasch kommt – von ihr und von uns.“ Die Union solle ihre interne „Nabelschau beenden“, sagte der Europapolitiker. Auch die Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt und der frühere CSU-Chef Erwin Huber warben für Merkel.

"Wenn Angela Merkel bereit ist, erneut als Bundeskanzlerin zu kandidieren, hat sie meine volle Unterstützung", sagte Hasselfeld der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung". Die Schwesterparteien CDU und CSU seien gerade dabei, "die wenigen verbliebenen inhaltlichen Differenzen zu klären", sagte Hasselfeldt. Die Unionsparteien sollten ihre Kräfte "auf den politischen Gegner konzentrieren". CDU und CSU könnten nur gemeinsam erfolgreich sein.

CSU-Chef Horst Seehofer sendete zwar Signale der Annäherung, spricht sich aber bisher nicht für Merkel aus. „Wir sind uns in den letzten Wochen in vielen Punkten näher gekommen. Wenn es in einem weiter Differenzen gibt, können wir das aushalten.“ In der Partei gibt es deutlichen Widerspruch. „Es ist noch nicht die Zeit, Merkel zur gemeinsamen Kanzlerkandidatin auszurufen“, sagte Schwabens CSU-Bezirksvorsitzender Markus Ferber dem Münchner Merkur. Es gebe in der Partei einen Teil, der selbstverständlich auf Merkel setze, und einen Teil, der zuerst inhaltliche Festlegungen verlange, ehe über eine Unterstützung entschieden werde. Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle mahnte, man gehe einen Weg am besten „mit einem Schritt nach dem anderen“.

Umstritten ist auch die CSU-Aufstellung für 2017/18. Weber warb für eine „Teamlösung“ in einer Trennung von CSU-Vorsitz und Regierungsamt in Bayern. Derzeit sei keiner allein stark genug, um Seehofers Nachfolge anzutreten. Spaenle widerspricht der These der Ämtertrennung energisch. Jüngst habe Seehofer „mit der Durchsetzungsstärke als Parteichef und der Unabhängigkeit als Ministerpräsident“ in Berlin bei Erbschaftsteuer und Finanzausgleich Enormes herausgeholt. „Mir erschließt sich nicht, warum man auf dieses Modell verzichten sollte.“ Das gelte gerade in einer Zeit der „politischen Zerfaserung“.

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