+
Kanzlerin Merkel sieht neue Chancen für eine Lösung des Syrien-Konflikts am Verhandlungstisch. Nach dem syrischen Angebot, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen, gebe es nun einen „kleinen Hoffnungsschimmer für die Diplomatie.“

Neue Chancen am Verhandlungstisch?

Syrien: Merkel sieht "Hoffungsschimmer"

Berlin - Kanzlerin Merkel sieht neue Chancen für eine Lösung des Syrien-Konflikts am Verhandlungstisch. Nach dem syrischen Angebot, seine Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen, gebe es nun einen „kleinen Hoffnungsschimmer für die Diplomatie.“

Das sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch nach einer Sitzung des Kabinetts. Als ersten Schritt müsse das Regime von Machthaber Baschar al-Assad nun „unverzüglich“ die Chemiewaffenkonvention unterschreiben. Syrien ist eines von nur fünf Ländern, die den Vertrag von 1997 noch nicht unterzeichnet haben.

„Wichtig ist, dass Syrien nicht auf Zeit spielen kann. Es muss seine Chemiewaffen jetzt auch umgehend unter Kontrolle stellen und vernichten“, gab Seibert die Kanzlerin wieder. Auf die Frage, ob Assad nun wieder ein Gesprächspartner für die Bundesregierung sei, antwortete der Regierungssprecher: „Die Einschätzung von Herrn Assad hat sich nicht geändert. Wenn wir jetzt eine kleine Chance für die Diplomatie sehen, heißt das nicht, dass wir übersehen, welche Untaten und Verbrechen das Regime Assad zu verantworten hat.“

Syrienkonflikt: Die Standpunkte der großen Mächte

Syrienkonflikt: Die Standpunkte der großen Mächte

Den Einsatz von deutschen Blauhelm-Soldaten bei einer möglichen Mission der Vereinten Nationen zur Vernichtung der Chemiewaffen schließt die Bundesregierung aus. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts bekräftigte aber das Angebot, dabei mit deutscher Erfahrung zu helfen. Deutschland war bei der Vernichtung von Chemiewaffen in der ehemaligen Sowjetunion beteiligt und hilft derzeit in Libyen.

Lesen Sie auch: Trittin: Wir sollten 50.000 Syrer aufnehmen

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump radiert an "Day One" bereits Obamas Erbe aus
Washington - Day One in Washington. Donald Trump verunsichert die Welt mit seiner Antrittsrede und beginnt, Obamas Erbe auszuradieren. Währenddessen werden …
Trump radiert an "Day One" bereits Obamas Erbe aus
Prügelei im Parlament: Wollen die Türken denn mehr Macht für Erdogan?
Ankara - Prügeleien, eine verlorene Armprothese, angeblich auch ein Biss ins Abgeordnetenbein: Am Ende einer harten Auseinandersetzung hat das türkische Parlament …
Prügelei im Parlament: Wollen die Türken denn mehr Macht für Erdogan?
Griechischer Außenminister im Interview: „Wollen Lösung der Zypern-Frage“
Athen - Ein Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Wiedervereinigung Zyperns lässt weiter auf sich warten. Der griechische Außenminister beharrt: „Die türkische …
Griechischer Außenminister im Interview: „Wollen Lösung der Zypern-Frage“
Unesco-Expertin: "Werden Palmyra nicht verlieren"
Wieder zerstört der IS einzigartige antike Bauten in der Oasenstadt Palmyra. Die Unesco ist schockiert - und warnt vor Gefahren für weitere Bauten.
Unesco-Expertin: "Werden Palmyra nicht verlieren"

Kommentare